Die beiden Parlamentarier verweisen in ihrer Begründung auf das Wachstum der Gesundheitskosten, das für den Kanton Zürich eine ernsthafte Herausforderung darstelle. «Das zentrale Instrument für die Steuerung der Gesundheitsversorgung und -kosten ist die Spitalliste mit deren Leistungsaufträgen», heisst es weiter.

Der Regierungsrat wird gebeten, im Laufe des Jahres die Kriterien für die bevorstehende Revision der Spitalliste zu definieren. Bis Ende 2018 sollen zudem die Spitäler auf der aktuellen Liste aufgrund der neu definierten Kriterien evaluiert werden. «Die Spitäler erhalten so Hinweise, ob sie ihre Leistungsaufträge behalten und ob sie es überhaupt auf die neue Liste schaffen werden. Zudem erfahren sie, wo allenfalls ihre Defizite liegen», sagt Daniel Häuptli auf Anfrage.

Der GLP-Kantonsrat will dem Regierungsrat keine Vorschriften machen, wie das Problem mit dem Kostenwachstum im Gesundheitswesen zu lösen ist. Ohne Abstriche beim Angebot werde es aber kaum gehen. «Der Regierungsrat und der Kantonsrat müssen diese heisse Kartoffel anfassen», sagt Häuptli. Ob es dem Kantonsrat mit dem Thema ernst ist, wird sich zeigen, wenn er das Postulat in ein paar Wochen für dringlich erklärt.