Öffentlicher Verkehr
Kantonsparlament versenkt die Idee der Bus-Schnellverbindung

In Zürich wird es bis auf Weiteres keine Bus-Schnellverbindungen geben. Eine Mehrheit des Zürcher Kantonsrats hat am Montag zwar eingeräumt, dass von einigen Quartieren aus der Weg an einen Bahnhof etwas mühsam ist.

Merken
Drucken
Teilen
Ein VBZ-Bus in Zürich (Archiv)

Ein VBZ-Bus in Zürich (Archiv)

Keystone

Zusätzliche Bus-Verbindungen einzurichten, hält er aber für den falschen Weg. Die Busse würden ohnehin immer im Stau stecken bleiben.

Der Kantonsrat hat das SP-Postulat, das vom Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ein solches Angebot in der Stadt Zürich forderte, mit 112 zu 48 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten einzig SP und die Grünen. Alle anderen Fraktionen hielten von der Idee wenig - allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Während die BDP das Thema Busverbindungen als Stadtzürcher Problem einstufte, bemängelte die SVP, dass das Postulat zu wenig konkret formuliert sei. „Die rot-grüne Zürcher Stadtregierung braucht ganz klare Vorgaben. Sonst kommt es falsch heraus", sagte Roland Scheck, der für die SVP in eben diesen Stadtrat einziehen möchte.

Andere Parteien erinnerten daran, dass die Busse in der Innenstadt ohnehin immer im Stau stecken bleiben würden oder wegen der zunehmenden Zahl der 30er-Zonen gar nicht schneller fahren dürften. Zudem gebe es am Hauptbahnhof keinen Platz für noch mehr Busse.

Als Beispiele für mühsam erreichbare Quartiere nannte die SP in ihrem Postulat Witikon und Leimbach. Für den ZVV hatten schnelle, innerstädtische Verbindungen bisher nicht oberste Priorität.