St. Gallen

Kantonsgericht: Ex-Chefredaktor der «Obersee Nachrichten» freigesprochen

Bruno Hug wurde vom St. Galler Kantonsgericht freigesprochen. (Archiv)

Bruno Hug wurde vom St. Galler Kantonsgericht freigesprochen. (Archiv)

Bruno Hug musste sich wegen seiner Kesb-Berichterstattung vor dem Kantonsgericht St. Gallen verantworten. Der ehemalige Chefredaktor der «Obersee Nachrichten» wurde freigesprochen.

Bruno Hug stand aufgrund seiner Kesb-Berichterstattung vor dem Kantonsgericht St. Gallen. Dieses sprach den ehemaligen Verleger und Chefredaktor der "Obersee-Nachrichten" in zweiter Instanz frei, wie der "Tages-Anzeiger" berichtet. Es sei nicht strafbar, in einem Zeitungsartikel einen Beistand der Erpressung und des "faktischen Raubs" zu bezichtigen. Beide Begriffe habe Hug nur im übertragenen Sinne gebraucht, was er in seiner Wortwahl angedeutet habe.

Bruno Hug verwendete die Begriffe im Zusammenhang mit zwei Berichten über einen Treuhänder, der in eine psychiatrische Klinik gebracht worden war. Dessen Beistand hatte die Entlassung aus der Klinik gemäss Hug davon abhängig gemacht, ob der Beistand Einblick in die Kundendossiers des Treuhänders nehmen könne. Die Dossiers habe der Beistand danach einfach mitgenommen.

Das Kantonsgericht St. Gallen war der Meinung, Hug habe bewiesen, dass der Beistand tatsächlich auf unzulässige Weise Druck ausgeübt habe. Das Kreisgericht See-Gaster hatte als Vorinstanz anders entschieden. Es hatte Hug zu 30 Tagessätzen à 440 Franken verurteilt. Der Freispruch ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft will erst nach dem schriftlichen Urteil entscheiden, ob sie den Fall weiterzieht.

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