Zürich
Kantonsapotheke geht in den Besitz mehrerer Spitäler über

Die Kantonsapotheke Zürich wird aus der Kantonsverwaltung ausgegliedert. Sie wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und an mehrere Spitäler verkauft, wie die Kantonsregierung am Dienstag mitteilte.

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Die Kantonsapotheke beschafft, bewirtschaftet und lagert Medikamente. (Symbolbild)

Die Kantonsapotheke beschafft, bewirtschaftet und lagert Medikamente. (Symbolbild)

Keystone

Der Regierungsrat hat die Gesundheitsdirektion beauftragt, die für die Umsetzung erforderlichen Schritte vorzubereiten. Geschaffen werden muss eine klare gesetzliche Grundlage und eine neue Trägerschaft für die Kantonsapotheke Zürich (KAZ). Zwei bis fünf Spitäler sollen Eigentümer und Betreiber der KAZ werden.

Gegründet wurde die Kantonsapotheke 1809, sie ist derzeit ein Amt der Gesundheitsdirektion. Heute ist ihre Hauptaufgabe die Versorgung des Universitätsspital Zürich (USZ) und des Kantonsspitals Winterthur (KSW) sowie der psychiatrischen Institutionen im Kanton Zürich mit Arzneimittel.

Die Kantonsapotheke beschafft, bewirtschaftet und lagert Medikamente, sie stellt aber auch selber für die Patientenbehandlung unerlässliche Arzneimittel her, die in dieser Form nicht oder nicht mehr auf dem freien Markt erhältlich sind oder, die auf konkrete Patientinnen und Patienten abgestimmt hergestellt werden müssen.

Varianten für Trägerschaft untersucht

Für die künftige Trägerschaft wurden verschiedene Varianten untersucht. Zur Diskussion gestellt wurde der Verkauf an mehrere Spitäler, der Verkauf an das USZ, die Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt und der Verkauf an Private.

Zwei davon fanden die grösste Unterstützung. Weil jedoch die beiden Hauptkunden USZ und KSW der Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt kritisch gegenüberstanden, entschied sich der Regierungsrat für den Verkauf an zwei bis höchstens fünf Spitäler. Zuvor soll die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erfolgen.

Die künftige Trägerschaft entspricht der Lösung, die für die Zentralwäscherei Zürich vor ein paar Jahren erfolgreich umgesetzt worden ist, wie es in der Mitteilung des Regierungsrates heisst.