Insgesamt erzielte die ipw im Jahr 2017 einen Gewinn von knapp 4,5 Millionen Franken, wie die Zürcher Gesundheitsdirektion am Donnerstag mitteilte. Dieses Ergebnis bestätige auch die gute Auslastung der Behandlungsangebote und die grosse betriebliche Effizienz der ipw.

Die Zahl der stationären Aufenthalte blieb mit 3195 Personen zwar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (3175 Personen), allerdings erhöhte sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 0,8 auf 26,3 Tage und damit die Zahl der Pflegetage um 2865 auf 83'922. Damit waren die stationären Angebote über das ganze Jahr gesehen vollständig ausgelastet, wie es weiter heisst.

Zudem nahmen rund 74'000 ein ambulantes und etwa 14'600 Personen ein tagesklinisches Angebot in Anspruch. Dabei sank die Anzahl tagesklinischer Behandlungen leicht - die ambulanten Einzelkonsultationen stiegen jedoch um 5,27 Prozent.

Besonders das Kriseninterventionszentrum mit über 22 Prozent und die ambulante Beratungsstelle für Jugendliche und junge Erwachsene mit knapp 14 Prozent verzeichneten eine starke Zunahme der Behandlungen.

Hauptdiagnosen bleiben gleich

Die Verteilung der Hauptdiagnosen der behandelten Personen haben sich hingegen wenig verändert: In allen drei Versorgungssegmenten - ambulant, tagesklinisch und stationär - habe die Mehrheit der Patienten an affektiven Störungen wie Depressionen und Manien sowie an neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen wie Ängste und Zwänge gelitten.

Zudem sei im stationären Setting die Behandlung von Schizophrenie mit gegen 19 Prozent aller Patienten weiterhin eine zentrale Versorgungsaufgabe.

Die ipw ist für die psychiatrische Versorgung der Region Winterthur und Zürcher Unterland zuständig. Sie betreibt an 15 Standorten verschiedene gemeindenahe ambulante, tagesklinische und stationäre Behandlungsangebote und deckt alle psychiatrischen Krankheitsbilder vom Jugendlichen bis in hohe Alter ab. Über 860 Mitarbeiter sind für die ipw tätig.