Kanton Zürich
Kanton Zürich verzichtet auf Neubau auf der Klosterinsel Rheinau

Der Kanton Zürich verzichtet auf den ursprünglich geplanten Neubau auf der Klosterinsel Rheinau ZH. Das gab Baudirektor Markus Kägi am Dienstag an einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Rheinau bekannt.

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Ehemalige Psychiatrische Klinik in Rheinau

Ehemalige Psychiatrische Klinik in Rheinau

Keystone

Für die Projektierung zur Neunutzung der Klosterinsel Rheinau hatte der Regierungsrat im Juni 2010 einen Kredit von rund 3 Millionen Franken beschlossen. Der Entscheid, auf den geplanten Neubau zu verzichten, sei im Rahmen der laufenden Planung erfolgt, sagte Kägi laut einer Mitteilung der Baudirektion.

Räumlichkeiten stehen leer

Seit dem Auszug der Psychiatrischen Klinik aus den Gebäuden der Klosterinsel Rheinau im Jahr 2000 steht ein wesentlicher Teil der Räumlichkeiten leer. Darin sollen künftig neben einem Probezentrum für Musikerinnen und Musiker auch Hauswirtschaftskurse (HWK) sowie ein Restaurationsbetrieb und ein Museum Platz finden.

Bestandteil der baulichen Massnahmen war auch der jetzt gestrichene Neubau. Dieser war aus einem Projektwettbewerb hervorgegangen. Seither hätten sich die Rahmenbedingungen geändert, heisst es in der Mitteilung weiter.

Platzbedarf wird sich halbieren

So werde sich der Platzbedarf der Hauswirtschaftskurse durch das kantonale Sanierungsprogramm San10 voraussichtlich halbieren. Mit den bereits bestehenden Standorten der HWK in anderen kantonalen Liegenschaften könne die Nachfrage fast abgedeckt werden. Zudem sei der Neubau in der Region Rheinau heftig kritisiert worden.

Die Planung für die restlichen Umbauten soll bis im Juli 2012 abgeschlossen sein. Ziel sei es, dass im Mai 2013 mit der Realisierung begonnen werden könne, schreibt die Baudirektion. Der Bezug der Räumlichkeiten für Musiker und für die HWK ist für Ende 2014 vorgesehen.