Mücken
Kanton Zürich untersucht das Verhalten von exotischen Mücken

Der Kanton Zürich will mehr über Tiger- und Asiatische Buschmücken erfahren. Beide Stechmückenarten sind ursprünglich nicht bei uns heimisch, haben sich aber in den letzten Jahren in der Schweiz ausgebreitet. Das Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) hat Fallen aufgestellt.

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Der Kanton Zürich will die Verbreitung exotischer Mücken, wie die der Tiger- und Asiatischen Buschmücken, untersuchen. Mögliche Massnahmen gegen ihre Verbreitung soll ebenfalls Teil der Untersuchung sein. (Archiv)

Der Kanton Zürich will die Verbreitung exotischer Mücken, wie die der Tiger- und Asiatischen Buschmücken, untersuchen. Mögliche Massnahmen gegen ihre Verbreitung soll ebenfalls Teil der Untersuchung sein. (Archiv)

KEYSTONE/AP/FELIPE DANA

Das AWEL will einerseits mehr über die Verbreitung und das Verhalten der Tiger- und Buschmücke im Kanton Zürich erfahren und andererseits wissen, wie man ihre Verbreitung eindämmen kann. Dies teilte die kantonale Baudirektion am Freitag mit. Die Ergebnisse sollen im Herbst ausgewertet werden und in Empfehlungen münden.

Die Tigermücken konnten sich bisher zwar erst in der Südschweiz etablieren, werden aber vereinzelt bereits in Zürich eingeschleppt. "Unter anderem gelangen einzelne Tigermücken als blinde Passagiere mit Reisecars aus dem Süden in den Kanton Zürich", schreibt die Baudirektion.

Das AWEL hat deshalb beim Carparkplatz beim Zürcher Hauptbahnhof Fallen für Mückeneier und Mücken aufgestellt, die regelmässig kontrolliert werden. Das AWEL bereite sich mit den Untersuchungen darauf vor, dass sich die Tigermücke in den nächsten Jahren auch bei uns ansiedeln könnte, heisst es weiter.

Beobachten und eindämmen

Bereits in unserer Region angekommen ist die Asiatische Buschmücke. Sie hat sich in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet und wird stellenweise häufiger angetroffen als die Gemeine Stechmücke. Das gesamte Buschmücken-Monitoring erfolgt im Rahmen eines Überwachungsprojekts des Bundesamts für Umwelt (BAFU).

Die Beobachtungen dieser Mückenart haben bereits im vergangenen Jahr begonnen und erstrecken sich gemäss Mitteilung in den kommenden Sommermonaten auf das ganze Gebiet der Gemeinden Dietikon, Aeugst am Albis und Bubikon.

In diesen Gemeinden würden die Mücken nicht nur überwacht, die Bevölkerung solle auch mithelfen, die Verbreitung einzudämmen. Mittels Fallen wird die Verbreitung und die Entwicklung von Mückenlarven beobachtet. Nur beobachtet wird die Buschmücke hingegen in den benachbarten Vergleichsgemeinden Schlieren, Hausen am Albis und Dürnten.