Immobilienstrategie
Kanton Zürich: Neues Immobilien-Management

Für das Immobilien-Management des Kantons Zürich soll bei der Baudirektion eine zentrale Verwaltungseinheit geschaffen und das Mietermodell eingeführt werden.

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Die Organisation des Immobilien-Managements im Kanton Zürich wird restrukturiert. (Symbolbild)

Die Organisation des Immobilien-Managements im Kanton Zürich wird restrukturiert. (Symbolbild)

Keystone

Die Kommission Planung und Bau (KPB) des Kantonsrats hat sich mit 12 gegen 2 Stimmen für eine zentrale Verwaltungseinheit innerhalb der Baudirektion entschieden und wird künftig das Mietermodell einführen, wie sie am Freitag mitteilte.

Mehr Selbständigkeit erhalten soll die Universität Zürich (UZH): Für diese sieht die KPB als Ausnahme ein Delegationsmodell vor. Sie erhält damit die Möglichkeit, ihre Bauvorhaben selbstständig zu planen. Der Kantonsrat behält jedoch über das Budget die Kontrolle über die Kosten und soll auch die langfristige Immobilienplanung genehmigen.

Mit der von der KPB beschlossenen Verwaltungseinheit für Immobilien-Management sollen alle für Hochbauten geplanten Investitionsmittel zusammengeführt werden. Nur so sei eine finanzielle Übersicht gewährleistet, schreibt die KPB. Die sachgerechte Verteilung der Gelder werde durch die langfristige strategische Planung sichergestellt.

Der Entscheid der KPB liegt auf der Linie einer Parlamentarischen Initiative (PI) von Esther Guyer (Grüne, Zürich). Diese wurde von der Kommission noch modifiziert und mit 12 gegen 2 Stimmen gutgeheissen.

Uneinigkeit bei den Spitälern

Die KPB sei nach wie vor für das in der PI vorgeschlagene Mietermodell, heisst es in der Mitteilung. Das bisher praktizierte "Mischmodell" sei für eine koordinierte Immobilienpolitik des Kantons untauglich.

Unterschiedliche Auffassungen gab es in der Kommission zum Immobilien-Management der Spitäler. Die Mehrheit ist der Meinung, dass diese einstweilen ins Mietermodell einzuschliessen sind. Das sei auch mit Blick auf eine allfällige Verselbständigung bedeutend einfacher, als das heutige "Mischmodell" beizubehalten und dann - falls es nicht zu einer Verselbständigung kommt - das Mietermodell nachträglich einzuführen, schreibt die KPB.

Eine Kommissionsminderheit mit der FDP erachtet diesen Weg als wenig zweckmässig. Sie möchte das Universitätsspital Zürich (USZ) und das Kantonsspital Winterthur (KSW) prophylaktisch ausnehmen, um so zu verhindern, dass die kommenden grossen Investitionen mit grossen Umstrukturierungen bezüglich Immobilien-Management belastet werden.