Lotteriefonds
Kanton Zürich kürzt Hilfe für Schweizer Berggebiet und Dritte Welt

Der Regierungsrat will das Engagement zu Gunsten von benachteiligten Regionen im In- und Ausland reduzieren, um mehr Geld für Kultur und Sport zur Verfügung zu haben.

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Die Beiträge aus dem Lotteriefonds sollen neu verteilt werden. (Symbolbild)

Die Beiträge aus dem Lotteriefonds sollen neu verteilt werden. (Symbolbild)

Keystone

Er beantragt dem Kantonsrat, für die nächsten vier Jahre einen Rahmenkredit für die Inlandhilfe und die Entwicklungszusammenarbeit von 32 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu bewilligen.

In den letzten vier Jahren standen 40 Millionen Franken zur Verfügung. Grund für die Reduktion des jährlichen Beitragsvolumens von 10 auf 8 Millionen Franken ist die geplante Erhöhung der Lotteriefondsbeiträge für Kultur und Sport, wie der Regierungsrat am Donnerstag bekanntgab.

Neu sollen aus dem Lotteriefonds jährlich wiederkehrende Beträge für Kulturangebote im Bildungsbereich, für den Denkmalpflegefonds und für die Fachstelle Kultur zur Verfügung stehen. Auch für den Sportfonds sind höhere Beträge vorgesehen.

Die Aufteilung der Lotteriefondsgelder von 32 Millionen Franken für die Inlandhilfe und die Entwicklungszusammenarbeit im Ausland soll wie bisher flexibel und auf die Zahl der eingehenden Gesuche ausgerichtet bleiben. Die Vergabepolitik hat sich nach Ansicht des Regierungsrates bewährt.

In den letzten vier Jahren unterstützte der Kanton Zürich 49 Projekte in finanzschwachen Bergregionen der Kantone Graubünden, Uri und Tessin sowie im Oberwallis. Die Beiträge von maximal 500'000 Franken gingen überwiegend an Projekte zum Schutz vor Naturgefahren, zur Behebung von Unterwetterschäden, zum Erhalt von historischen Verkehrswegen und zur Aufwertung traditioneller Kulturlandschaften.

Das Schwergewicht bei den 109 unterstützten Projekten in der Dritten Welt lag bei der Armutsbekämpfung, der Ausbildung und der Gesundheitsförderung.