Zürich
Kanton Zürich kauft sich eine Liegenschaft zu Weihnachten

Der Kanton Zürich hat für 60 Millionen Franken eine Liegenschaft der Credit Suisse mitten in der Stadt Zürich gekauft. Damit sichert er sich eine strategische Raumreserve. Der Regierungsrat hat die nötigen Mittel in eigener Kompetenz beschlossen.

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Der Kanton Zürich kauft sich eine Liegenschaft an der Zollstrasse.

Der Kanton Zürich kauft sich eine Liegenschaft an der Zollstrasse.

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Die Credit Suisse benötigt künftig ihr Gebäude an der Zollstrasse 20/36, gleich hinter dem Hauptbahnhof, nicht mehr. Es umfasst sechs Vollgeschosse und drei Untergeschosse. Insgesamt sind das 4915 Quadratmeter Bürofläche, 1772 Quadratmeter für Lager und Archive, eine 5,5-Zimmer-Wohnung und im Erdgeschoss ein Restaurant. Die Parkgarage hat 108 Plätze, im Freien sind nochmals deren vier.

Nicht weit davon, jenseits der Limmat, befinden sich mehrere kantonale Verwaltungsgebäude, die in absehbarer Zeit renoviert werden müssen. Mit den neuen Ausweichräumlichkeiten können die Mitarbeitenden vorübergehend an der Zollstrase arbeiten.

Die Eigentumsübertragung habe am Donnerstag stattgefunden, sagte Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Liegenschaft wird vorderhand noch von Dritten genutzt. Sie wurde ins Finanzvermögen gekauft. Dies kann der Regierungsrat in eigener Kompetenz tun.

Will der Kanton die Liegenschaft aber selber nutzen, so muss diese ins Verwaltungsvermögen übergehen. Dafür ist ein Kantonsratsbeschluss nötig. Würde das Parlament nein sagen, so verbliebe die Liegenschaft als Anlage beziehungsweise Einnahmenquelle im Finanzvermögen, so Maag. Sie würde also weiterhin vermietet, und der Kanton könnte sie nicht selber nutzen.