Coronavirus
Kanton Zürich behält strengere Massnahmen bei

Der Bundesrat hat am Freitag weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bekannt gegeben. Der Kanton Zürich hat in einzelnen Punkten strengere Regeln angeordnet – diese bleiben.

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Restaurants müssen im Kanton Zürich auch an Weihnachten und Neujahr um 22 Uhr schliessen. (Archivbild)

Restaurants müssen im Kanton Zürich auch an Weihnachten und Neujahr um 22 Uhr schliessen. (Archivbild)

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Einzelne vom Kanton Zürich am Dienstag erlassene Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Epidemie sind aufgrund der am Freitag verschärften Bundesvorgaben hinfällig geworden. Massnahmen, die weitergehen, als die des Bundes, bleiben aber in Kraft.

Mit seiner Beschränkung auf 10 Personen bei Menschenansammlungen im öffentlichen Raum und mit der 2 Haushalte-Regelung in Restaurants geht der Kanton weiter als der Bund, wie der Zürcher Regierungsrat mitteilte. Weiterhin müssen Take-Aways um 22 Uhr schliessen.

Casinos und Erotikbetriebe geschlossen

Ausserdem müssen im Kanton Zürich an Heiligabend und Silvester sämtliche öffentlich zugänglichen Einrichtungen, namentlich Gastronomiebetriebe, ab 22 Uhr geschlossen bleiben. Öffentliche Darbietungen, die Menschenansammlungen verursachen, sind verboten.

Zudem bleiben Casinos und Erotikbetriebe geschlossen. Prostitution ist verboten. Diese Regelungen gelten wie vorgesehen bis 10. Januar 2021.

Der Regierungsrat analysiere die Situation zusammen mit seinem Sonderstab Covid-19 laufend, hiess es in der Mitteilung. Sollten die Fallzahlen und die Anzahl Hospitalisationen nicht deutlich gesenkt werden können, will die Regierung weitere Massnahmen anordnen.

Erneut etwas über 1000 Neuinfektionen

Derweil stagnierten die Coronazahlen im Kanton Zürich auf hohem Niveau. Seit Donnerstag wurden 1040 Neuinfektionen bestätigt, ähnlich viele, wie in den drei Vortagen.

483 Personen befanden sich am Freitag in Spitalbehandlung, 8 mehr als am Donnerstag. 93 Menschen (+3) waren in Intensivpflege, 71 (+3) wurden beatmet. In den letzten 24 Stunden starben 17 Personen. Die Zahl der Todesfälle seit Anfang September stieg damit auf 566.