Gesundheitskompetenz befähigt Gesunde und Kranke, Informationen im Gesundheitsbereich richtig einzuordnen und gut fundierte Entscheidungen zu fällen. Diese Fähigkeit ist aber bei der Schweizer Bevölkerung oftmals ungenügend und im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich, wie die Gesundheitsdirektion am Dienstag mitteilte.

Als Folge wird zum Beispiel das Gesundheitswesen zu früh oder sogar unnötig beansprucht. Der Gang zum Arzt kann aber auch zu spät erfolgen, was die Behandlung einer Krankheit erschweren kann.

Informationen besser vermitteln

Das Programm "Gesundheitskompetenz Zürich" soll einerseits den Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons Kompetenzen im Umgang mit Gesundheitsinformationen vermitteln. Andererseits sollen Gesundheitsorganisationen dabei unterstützt werden, Defizite bei der Informationen ihrer Klienten zu erkennen und zu verbessern.

Zur zweiten Kategorie gehört das erste Umsetzungsprojekt "Selbstcheck gesundheitskompetente Organisationen". Es stellt den ambulanten Leistungserbringern ein einfaches Werkzeug für die Selbstevaluation zur Verfügung. Das Werkzeug soll helfen, Schwachstellen in der Information zu identifizieren und zu beheben.

Das Projekt läuft ab dem Frühjahr 2019 während zwei Jahren. Es wird zusammen mit dem Artzpraxen-Netzwerk medix Zürich und der Spitex Zürich Limmat umgesetzt. Das Rahmenprogramm "Gesundheitskompetenz Zürich" führt die Gesundheitsdirektion zusammen mit der Stiftung Careum durch.