Die dieses Jahr kantonsweit eingeführte Online-Steuererklärung entspricht nach Ansicht der Zürcher Finanzdirektion einem Bedürfnis. Von den über 800'000 Steuerpflichtigen hätten bis Ende Mai mehr als 71'900 Personen ihre Steuererklärung online eingereicht, das sind knapp neun Prozent.

Die Online-Steuerklärungen hätten die Erwartungen somit erfüllt, teilte die Finanzdirektion am Dienstag mit. Von den Einwohnerinnen und Einwohnern, die ihre Steuererklärung online einreichten, habe jeder achte die neu entwickelte Light-Version für steuerlich einfache Fälle ausgefüllt.

Zu nennenswerten Problemen ist es laut Finanzdirektion nicht gekommen. Die eingerichtete Hotline des Steueramtes habe zwar täglich bis zu 160 Anrufe beantwortet, die meisten Schwierigkeiten seien jedoch auf falsche Einstellungen bei den Geräten sowie auf Missverständnisse zurückzuführen gewesen.

Nach dem erfolgreich verlaufenen Versuch in sieben Pilotgemeinden vom Vorjahr war es in diesem Frühling erstmals in allen Zürcher Gemeinden möglich, die Steuererklärung via Internet einzureichen. Die Entwicklung der Zahlen in den Pilotgemeinden lasse erwarten, dass der Online-Anteil in Zukunft weiter steigen werde, schreibt die Finanzdirektion.

Trotzdem sei die Zahl der Downloads der Software «Private Tax» bisher nur geringfügig von 271'300 auf 267'600 gesunken. Dies entspreche einem Anteil von 32,8 Prozent. Mit «Private Tax» erstellte Steuerklärungen müssen jeweils ausgedruckt und per Post ans Steueramt geschickt werden.

Da die Software jedoch oft für mehr als für eine Steuererklärung genutzt werde, dürfte der Anteil der mit Hilfe des Computers ausgefüllten Steuererklärungen «mindestens 42 bis eventuell gegen 50 Prozent betragen», heisst es in der Mitteilung.