Die Swiss stehe zwar wirtschaftlich besser da als die meisten ihrer Konkurrenten. Trotzdem könne sie sich dem wirtschaftlich schwierigen Umfeld nicht völlig entziehen. Das schwierige Umfeld stelle einen grossen Unsicherheitsfaktor dar, schreibt der Regierungsrat in seinem am Donnerstag veröffentlichten Kontrollbericht zum Flughafen.

Mit diesem Klumpenrisiko muss der Kanton allerdings leben. Es wäre Sache des Flughafens, die Vielfalt an Fluggesellschaften zu erweitern. Nicht ganz glücklich ist der Regierungsrat auch mit der gebotenen Qualität. Der Kanton als Miteigentümer verlangt, dass der Flughafen Zürich als einer der bequemsten, schnellsten und bestorganisierten der Welt gilt.

Qualitätsvorgabe knapp verpasst

Um diese Vorgabe einzuhalten, muss der Flughafen beim Skytrax "World Airport Award" jeweils mindestens den 6. Rang erreichen. In diesem Jahr wurde dieses Ziel jedoch um einen Rang verpasst, wie der Regierungsrat festhält. Im vergangenen Jahr landete Zürich auf dem 6. Rang.

Der Regierungsrat äussert jedoch Verständnis dafür. Vier von sechs Flughäfen, die besser sind als Zürich, seien Neubauprojekte. Der Zürcher Flughafen jedoch ist bereits 60 Jahre alt und wird kontinuierlich aus- und umgebaut.

Wegen der strengeren Umweltauflagen und baulichen Rahmenbedingungen sei es für europäische Flughäfen zudem immer schwieriger, mit den neuen Flughäfen in Asien Schritt zu halten.

Der Kanton Zürich hält am Flughafen Zürich 33 Prozent plus eine Aktie und hat damit bestimmenden Einfluss. Die Volkswirtschaftsdirektion erstellt deshalb jedes Jahr einen Kontrollbericht, der untersucht, ob der Flughafen die an ihn gestellten Anforderungen einhält.