Kanton Zürich
Grüne unterstützen den Gegenvorschlag des Regierungsrates zur kantonalen «Kreislaufinitiative »

Die Kreislaufinitiative «Für eine nachhaltige Nutzung von Wertstoffen» nimmt nun Fahrt auf: Die Grünen des Kantons Zürich unterstützen den Gegenvorschlag des Regierungsrates.

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Stoffkreisläufe sollen künftig für Umwelt und Klima geschlossen werden. (Symbolbild)

Stoffkreisläufe sollen künftig für Umwelt und Klima geschlossen werden. (Symbolbild)

Keystone

Bereits im März 2019 lancierten die Jungen Grünen Zürich mit 7200 Unterschriften die Kreislaufinitiative «Für eine nachhaltige Nutzung von Wertstoffen», die darauf abzielt, Ressourcenverschwendung zu stoppen und Abfälle weiter zu reduzieren. Die Kreislaufwirtschaft soll in diesem Zuge in der Kantonsverfassung verankert werden. Ein ressourcenschonender Konsum benötige bessere Rahmenbedingungen, um beispielsweise Verpackungen in Privathaushalten zu vermeiden. Damit steige aber auch die Nachfrage nach Materialien und Gütern, die besser recycelt werden können.

Darauf reagierte Baudirektor Martin Neukom von den Grünen im vergangenen Dezember mit einem Gegenvorschlag, der sogar noch umfassender ist. Denn die ursprüngliche Initiative war ihm zu eng gefasst. Der Zürcher Regierungsrat will einem ganzheitlichen Ansatz nachgehen, der sich insbesondere auf die gewerblichen Abfälle und die Bauindustrie fokussiert.

Der Gegenvorschlag setzt auf alle Bereiche der Wertschöpfungskette: Von der Produktion und Konsum bis hin zur Entsorgung. Damit würde man das Problem an der Wurzel behandeln, denn die Bauwirtschaft verursacht in der Schweiz noch immer die grössten Abfallmengen – das Recyclingpotenzial ist enorm.

Die Grünen stehen hinter beiden Vorschlägen

Nun wird auch der Gegenvorschlag von den Grünen Kanton Zürich gut geheissen, wie sie am Donnerstag in einer Mitteilung schreiben. Die steigenden Bauabfälle würden die Richtplandebatten formen und in der Zukunft immer mehr Probleme auslösen. Der Kanton könnte dementsprechend mit einer Zustimmung als Vorbild und nachhaltiger Vorreiter agieren.

Vor allem begrüssen die Grünen den beschriebenen Minderheitsantrag im Gegenvorschlag. Die Nutzungsdauer von Produkten soll künftig verlängert werden, was dauerhaft zur Ressourcenschonung beiträgt. Denkbar wären neue Repairing- und Sharing-Angebote. Die Förderung solcher Projekte könnte wiederum positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort des Kantons haben. (ld.)

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