Schattenwirtschaft

Kanton Zürich deckt täglich drei Fälle von Schwarzarbeit auf - auch dank Hinweisen aus Bevölkerung

Gerade im Baugewerbe wird viel Arbeit schwarz verrichtet. Der Unia ist dies ein Dorn im Auge. (Symbolbild)

Gerade im Baugewerbe wird viel Arbeit schwarz verrichtet. Der Unia ist dies ein Dorn im Auge. (Symbolbild)

Schwarzarbeit ist in der Schweiz weit verbreitet. Um Schattenwirtschaft aufzudecken, setzen die zuständigen Behörden vermehrt auf die Hilfe der Bevölkerung. Die Gewerkschaften fordern indes härtere Strafen für Arbeitgeber.

Die Schattenwirtschaft in der Schweiz wächst. Rund 45 Milliarden Franken (7 Prozent des BIP) werden schwarz erwirtschaftet, alleine im Kanton Zürich sind es über 10 Milliarden. Während das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 2010 rund 200 Verstösse feststellte, waren es im letzten Jahr knapp 1000 – das sind fast drei Fälle pro Tag.

Die Behörden setzen dabei auf die Hilfe aus der Bevölkerung. Seit Anfang Jahr können auf der Website des AWA Verdachtsfälle diskret gemeldet werden. Man gehe jedem Hinweis, versichert Arbeitsinspektor Martin Bode gegenüber dem «Tages-Anzeiger» versichert. 

Die Unia fordert indes härtere Strafen für Arbeitgeber. «Es lassen sich immer Personen finden, die verzweifelt genug sind, um mies bezahlte Schwarzarbeit zu verrichten», ist Co-Geschäftsleiter Lorenz Keller überzeugt. Schattenwirtschaft sei schlicht immer noch zu attraktiv, wie er dem «Tages-Anzeiger» sagt. 

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