Sondermülldeponie

Kanton Zürich beteiligt sich an Mehrkosten der Sanierung

Ein Bagger deponiert Bodenproben im Proberohrgestell in der Sondermülldeponie Kölliken (Bild: SMDK, Archiv)

Ein Bagger deponiert Bodenproben im Proberohrgestell in der Sondermülldeponie Kölliken (Bild: SMDK, Archiv)

Der Zürcher Regierungsrat hat für die Gesamtsanierung der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) im Kanton Aargau einen Zusatzkredit von 66,5 Millionen Franken bewilligt. Der Rückbau kostet rund die Hälfte mehr als ursprünglich angenommen.

Gründe für die Mehrkosten seien grössere Mengen an eingelagerten Abfällen und eine teurere Entsorgung als erwartet sowie zusätzliche Massnahmen für die Sicherheit beim Rückbau und der Entsorgung, heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrates vom Freitag.

Mit dem Rückbau der SMDK wurde vor rund vier Jahren begonnen. Seither wurde in einer ersten Etappe rund ein Viertel der Deponie rückgebaut und entsorgt. Im Verlaufe dieser Arbeiten mussten Anpassungen an den Verfahren zum Rückbau sowie bei der Entsorgung vorgenommen werden.

Mehr Abfälle als angenommen

Bereits während der ersten Etappe sei erkannt worden, dass gegenüber dem 2004 erstellten Budget Mehrkosten zu erwarten seien, schreibt der Regierungsrat. So wurde etwa festgestellt, dass in der SMDK rund 82'000 Tonnen mehr Abfälle eingelagert wurden als zu Beginn der Sanierung angenommen worden war.

Zudem stellte sich die Endentsorgung der rückgebauten Abfälle als aufwendiger und teurer heraus als geplant. Wegen eines Brandes im Juni 2008 musste überdies der Rückbau für ein halbes Jahr unterbrochen werden.

Aus Rückstellungen gedeckt

Die Gesamtsanierung der Sondermülldeponie kostet bis zu 770 Millionen Franken. Das für die grösste Altlast der Schweiz verantwortliche Konsortium ging ursprünglich von 445 Millionen Franken aus.

Dem Konsortium gehören die Kantone Aargau und Zürich (je 41,6 Prozent) sowie die Stadt Zürich und die Basler Chemie (je 8,3 Prozent) an. Als ehemalige Betreiber der Deponie müssen diese vier Partner gemäss ihren Beteiligungen den grössten Teil der Sanierungskosten tragen.

Der Zürcher Regierungsrat hatte 2004 für die Sanierung einen Kredit von 216,8 Millionen Franken gesprochen. Der nun bewilligte Zusatzkredit von 66,5 Millionen Franken sei gedeckt durch vorhandene Rückstellungen und belaste deshalb die Erfolgsrechnung des Kantons nicht, heisst es im Beschluss des Regierungsrates.

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