Kanton Zürich
Anzahl der Intensivpflegeplätze ist nicht wesentlich gesunken – doch Personal fehlt

Die Zahl der zertifizierten Intensivpflegebetten in Zürcher Spitälern ist im Verlauf der Coronapandemie nicht wesentlich gesunken. Laut dem Regierungsrat wurde das Angebot 2020 sogar noch erhöht, im laufenden Jahr kam es indes zu einem leichten Rückgang.

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Die Kapazitäten im Kanton Zürich können aufgrund des Personalmangels nicht erhöht werden. (Symbolbild)

Die Kapazitäten im Kanton Zürich können aufgrund des Personalmangels nicht erhöht werden. (Symbolbild)

Reto Martin

Per Ende Oktober wurden in den Spitälern im Kanton Zürich 178 zertifizierte Intensivpflegebetten betrieben, wie der Zürcher Regierungsrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf mehrere Anfragen zum Thema im Kantonsrat schrieb.

Im Jahr 2020 waren es durchschnittlich 188 Betten, 2019 wurden 180 Betten gezählt. Der begrenzende Faktor bei den Intensivstationen sei das Personal, heisst es weiter. Die Kapazitäten könnten deshalb nicht kurzfristig erhöht werden.

Auf vorhandene, nicht zertifizierte Intensivbetten soll nur in ausserordentlichen Lagen zurückgegriffen werden, weil damit eine Qualitätsverlust bei der Behandlung einhergehe.

Zwei Drittel der Hospitalisierten sind ungeimpft

Ebenfalls Thema der eingereichten Anfragen war der Impfstatus der Personen, welche die Intensivbetten belegen. Diese Zahlen publiziert die Gesundheitsdirektion in ihrem täglichen Lagebulletin.

Aktuell sind rund zwei Drittel der Zürcherinnen und Zürcher vollständig gegen Covid-19 geimpft. Auf den Intensivstationen ist das Verhältnis jedoch genau umgekehrt: Rund zwei Drittel der wegen Covid-19 hospitalisierten Patientinnen und Patienten dort sind ungeimpft, das andere Drittel geimpft. (sda)

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