Binz-Besetzer
Kanton wird Strafanzeige gegen Binz-Besetzer einreichen

Der Kanton Zürich wird Strafanzeige gegen die Besetzer des Binz-Areals einreichen. Ein Mitarbeiter der Baudirektion hat am Morgen den Zugang zum Areal verbarrikadiert vorgefunden. Deshalb ist nicht klar, ob sich noch Leute auf dem Gelände befinden.

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Die Binz wird seit Jahren von Alternativen als Lebens- und Arbeitsplatz genutzt.

Die Binz wird seit Jahren von Alternativen als Lebens- und Arbeitsplatz genutzt.

Zwar scheine das Areal verlassen, sagte Thomas Maag, Sprecher der der kantonalen Baudirektion, der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage. Trotzdem werde das kantonale Immobilienamt am Freitag Strafanzeige erstatten. Dann müsse die Stadtpolizei etwas unternehmen.

Da der Zugang zum Gelände verbarrikadiert sei, habe ein Mitarbeiter nicht feststellen können, ob alle Besetzer abgezogen seien, sagte Maag weiter. Vorgefunden habe er ganz viel Abfall. Bis Donnerstag um 24 Uhr hätten alle Besetzer das Binz-Areal verlassen müssen.

Im Juni will die Baudirektion mit der Asbestsanierung der Fabrikhallen beginnen. Der Regierungsrat hat dafür zwei Millionen Franken bewilligt. Nach der Asbestsanierung werden die Gebäude abgebrochen, danach wird mit der Altlastensanierung des Bodens begonnen.

Im Frühling 2014 soll das Areal den Baurechtsnehmern übergeben werden. Die Basler Pensionskasse Stiftung Abendrot plant auf dem Areal 330 Studios für Spitalpersonal und Studenten.

Das Fabrikareal an der Uetlibergstrasse 111 ist seit Mai 2006besetzt. In die Negativschlagzeilen waren die Besetzer Anfang März geraten. Bei einem Demonstrationszug vom Binz-Areal zum Helvetiaplatz kam es zu Ausschreitungen mit mehreren hunderttausend Franken Sachschaden.