Pflanzenschädlinge
Kanton ergreift Massnahmen gegen Ausbreitung der Kastaniengallwespe

Der Kanton Zürich hat Massnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des für Kastanienbäume gefährlichen Schädlings Edelkastaniengallwespe zu verhindern.

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Gemäss der Verfügung des kantonalen Amtes für Landschaft und Natur (ALN) dürfen in 31 Gemeinden in den Bezirken Dietikon, Dielsdorf und Bülach Edelkastanienpflanzen nicht verschoben werden.

Gemäss der Verfügung des kantonalen Amtes für Landschaft und Natur (ALN) dürfen in 31 Gemeinden in den Bezirken Dietikon, Dielsdorf und Bülach Edelkastanienpflanzen nicht verschoben werden.

wikipedia

Gemäss einer am Freitag im Amtsblatt des Kantons Zürich publizierten Verfügung werden 31 Gemeinden im Westen des Kantons zu einer Pufferzone erklärt.

Die aus China stammende Kastaniengallwespe wird in allen Ländern Europas in der Liste der besonders schädlichen Organismen geführt. Das zierliche Insekt besiedelt ausschliesslich Edelkastanien. Es kann das Baumwachstum und die Fruchtbildung stark hemmen und Ertragsausfälle von bis zu 70 Prozent verursachen.

Die Verbreitung des Schädlings erfolgt durch den Transport von befallenen Baumschulpflanzen oder durch den Flug der Wespenweibchen. Gemäss der Verfügung des kantonalen Amtes für Landschaft und Natur (ALN) dürfen in 31 Gemeinden in den Bezirken Dietikon, Dielsdorf und Bülach Edelkastanienpflanzen nicht verschoben werden.

Weil im Juni 2013 in Wettingen AG an zwei Standorten Edelkastanienbäume mit Gallen der Kastaniengallwespe gefunden wurden, richtete der Kanton Aargau im Oktober ein Befalls-, eine Fokus- und eine Pufferzone ein.

Die Gemeinden im Osten des Kantons Zürich wurden zur Pufferzone erklärt. Wer Anzeichen der Gallwespe feststellt, ist verpflichtet, dies der Fachstelle Pflanzenschutz des ALN zu melden, wie es in der Verfügung heisst.

Die Edelkastaniengallwespe wurde 2009 erstmals im Südtessin beobachtet und hat sich auf der Alpensüdseite ausgebreitet. In diesem Herbst hat die Gallwespe zu einem fast kompletten Ausfall der Kastanienernte im Tessin geführt. Punktuell tritt der Schädling auch nördlich der Alpen auf. Entdeckt wurden Gallwespen beispielsweise auch in den Kantonen Zug und Bern.

Die Bekämpfung der Edelkastaniengallwespe ist gemäss der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) schwierig. Wenn grosse Bäume in kastanienreichen Gebieten befallen sind, lasse sich die weitere Ausbreitung nicht mehr verhindern.

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