Warenhaus-Filiale
Kampf um Manor-Haus: Swiss Life muss neue Mietofferte vorlegen

Teilsieg für Manor: Das Mietgericht hat die Liegenschaftsbesitzerin Swiss Life verpflichtet, eine Offerte zur Fortführung des Mietvertrages zu unterbreiten. Der Lebensversicherungskonzern hat angekündigt, das Urteil weiterzuziehen.

Drucken
Teilen
Warenhaus Manor an der Bahnhofstrasse Zürich.

Warenhaus Manor an der Bahnhofstrasse Zürich.

Keystone

Teilsieg für Manor im Kampf um die Zukunft der Warenhaus-Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. Das Mietgericht hat die Liegenschaftsbesitzerin Swiss Life verpflichtet, eine Offerte zur Fortführung des Mietvertrages zu unterbreiten. Der Lebensversicherungskonzern hat angekündigt, das Urteil weiterzuziehen.

Die Zukunft des seit 1984 von Manor betriebenen Warenhauses ist derzeit offen. Während Manor am Standort festhalten will, plant Swiss Life die Umnutzung und den Umbau des Gebäudes aus der Belle Epoque.

Der Streit zwischen beiden Parteien entzündete sich wegen des Mietvertrages. Dieser lief Ende Januar 2014 aus, er gibt Manor allerdings die Möglichkeit, die Mietdauer um fünf Jahre zu verlängern. Weil Swiss Life dafür aber einen dreimal höheren Mietzins als bisher verlangt, kann das Haus aus Manor-Sicht nicht mehr als Warenhaus betrieben werden.

Manor zog den Fall vor Mietgericht. Dieses hat der Warenhausgruppe nun "in wesentlichen Punkten" Recht gegeben, wie sie am Montag mitteilte. Abgewiesen wurden die Anträge von Manor, das angebaute Nörr-Haus in den Mietvertrag einzubeziehen sowie die Forderung, die Höhe des Mietzinses sei vom Gericht festzulegen.

Die Swiss Life hat angekündigt, das Urteil anzufechten. Sie habe Manor bereits eine Offerte unterbreitet, "die den Wert der Liegenschaft reflektiert und marktüblichen Konditionen für einen derart lukrativen Standort entspricht", schreibt sie in einer Mitteilung. Die Mietzins-Frage wird also das Obergericht klären müssen.

Zudem betonte der Lebensversicherungskonzern, dass "das Mietverhältnis unter allen Umständen 2019 auslaufen wird". Es könne nicht sein, dass Swiss Life einen wirtschaftlich erfolgreichen Konzern "massiv subventioniert, indem sie von ihm keine marktübliche Miete verlangt", heisst es weiter.

Aktuelle Nachrichten