Ausstellung in Zürich

Kalamkari - Erzählstoff aus Indien

Das Völkerkundemuseum erwarb die Tücher, um die hinduistische Götterwelt in die universitäre Lehrsammlung zu integrieren. (Symbolbild)

Das Völkerkundemuseum erwarb die Tücher, um die hinduistische Götterwelt in die universitäre Lehrsammlung zu integrieren. (Symbolbild)

Kalamkari sind farbintensive Tempeltücher aus Indien. Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich besitzt eine repräsentative Auswahl davon. Erstmals zeigt es die Pretiosen nun in einer Ausstellung. Sie dauert bis 5. Februar 2017.

Kalamkari ist ein zusammengesetztes persisch-indisches Wort. Es bezeichnet mit einem Schreibrohr (kalami) ausgeführte Arbeiten (kari): Tempeltücher aus Baumwolle mit schwarzen Zeichnungen auf rot-gelb-blauem Grund. Wichtige Zentren dieser Baumwollkunst befinden sich im Südosten Indiens.

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich besitzt eine repräsentative Auswahl dieser Tempeltücher. 1926 erwarb es einige Tuchbilder, um die hinduistische Götterwelt in die universitäre Lehrsammlung zu integrieren. 1987 konnte das Museum die ersten Bestände durch den Ankauf eines grösseren Ensembles jüngerer Tücher ergänzen.

Geschichten aus indischen Epen

Gottheiten und Geschichten ihres Wirkens stehen im Mittelpunkt der Kalamkari. Verwendet werden sie als Wandbehänge, als Baldachine, Banner, Fahnen, aber auch als Schmuck von Prozessionswagen. "Sie dienen der Erbauung, Veranschaulichung und Erinnerung", schreibt das Völkerkundemuseum der Universität Zürich.

Einzelne Tücher stellen Gottheiten dar. Andere, meist grossformatige, illustrieren in aufeinander folgenden Bildern Geschichten aus den Puranas (hinduistische Schriften) oder den grossen indischen Epen Mahabharata und Ramayana.

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