Zürich

JUSO und Unia-Jugend hängten illegal Plakat am Zürcher HB auf

Der Stein des Anstosses

Der Stein des Anstosses

Am Dienstagmorgen hängten Aktivisten der Jungsozialisten und der Gewerkschaftsjugend der UNIA unerlaubterweise ein Plakat am Zürcher Hauptbahnhof auf. Die SBB denkt über eine Anzeige nach.

«4000 Franken jetzt!» forderten die Jungsozialisten der Stadt Zürich und die Unia-Jugend auf einem grossen Transparent am Zürcher HB. Die Aktion sorgte für Aufsehen, die Polizei habe das Plakat rasch herunter geholt, erklärt Rebecca Djuric von den Jungsozialisten. Die SBB überlegt nun laut verschiedenen Quellen, Anzeige zu erstatten.

Die Aktivisten wollten mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass in der Schweiz 333‘000 Menschen mit einem Lohn von weniger als 4000 Franken leben. 2/3 davon seien Frauen, 1/3 davon habe eine abgeschlossene Berufsausbildung, schreiben sie in einer Medienmitteilung. 4000 Franken seien aber nötig, um ein würdiges Leben zu führen, um eine Familie zu ernähren.

Paul Maetschke, Präsident Unia Jugend Schweiz: „Es ist eine Schande, dass in der reichen Schweiz Menschen mit einem Lohn von unter 4000 Franken leben müssen." Rebecca Djuric, Vorstand der Juso Stadt Zürich ist empört: „Ich weiss selbst, wie es ist, in einem Beruf zu arbeiten, der schlechte bezahlt ist. Als Fachfrau Betreuung setze ich mich täglich für die Zukunft unserer Kinder ein und werde dafür von der Gesellschaft miserabel entlöhnt." (fwa)

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