Dass die JUSO Stadt Zürich für Gleichberechtigung einsteht, hat sie bereits im September bewiesen, als sie in mehreren Aktionen auf die Diskriminierung der Frau am Sechseläuten aufmerksam gemacht hat. Die Forderung an den Stadtrat das Sechseläuten nächstes Jahr nicht zu bewilligen blieb ungehört. Am Donnerstag wurde bekannt, dass eine Vereinbarung getroffen wurde: Die Gesellschaft zu Fraumünster wird zum Dauergast. Die JUSO Stadt Zürich ist masslos enttäuscht von dieser Vereinbarung, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. «Es ist unglaublich, dass die Gesellschaft zu Fraumünster eine so unglaublich diskriminierende Vereinbarung unterzeichnet. Sie tritt damit alle Gleichstellungsbemühungen mit den Füssen», sagt Oliver Heimgartner, Pressesprecher der JUSO Stadt Zürich. Das einzige Positive an dieser Vereinbarung ist, dass es jetzt wenigstens nicht jedes Jahr von neuem zur Frage steht, ob Frauen überhaupt am Sechseläuten teilnehmen dürfen.

Die JUSO Stadt Zürich plant nun am nächstjährigen Sechseläuten eine Demonstration gegen dieses zu veranstalten. «Heute müssen wir uns resigniert damit abfinden, dass die Zürcher Zünfte im vorletzten Jahrhundert verblieben sind und wohl auch verbleiben werden. Das Sechseläuten ist ein sexistischer und heteronormativer Anlass, dessen sofortige Abschaffung wir fordern. Sollte es tatsächlich unter diesen Umständen durchgeführt werden, werden wir dagegen demonstrieren», meint Oliver Heimgartner, Pressesprecher der JUSO Stadt Zürich.