JUSO Zürich

JUSO Kanton Zürich kritisiert UBS-Engagement an der Uni Zürich

Die UBS spricht Geld für die Forschung

Die UBS spricht Geld für die Forschung

Mit einem Tranparent hat die JUSO Kanton Zürich am Dienstag auf das 100-Millionen-Franken-Engagement der Grossbank UBS an der Universität Zürich protestiert. Auf dem Transparent stand zu lesen: «Verkauft: Uni Züri an UBS. Aktionspreis 100 Mio. CHF.»

Zu sehen war das Transparent auf dem Balkon des Restaurants Uni Turm sowie anschliessend im Lichthof des Uni-Hauptgebäudes.

Da die JUSO keine gekauften Professoren und Institute will, verlangt sie den Rückzug der UBS von dem Uni-Engagement, wie es in einem Communiqué heisst. Die Uni-Leitung müsse zudem solche unfriendly Takeovers durch grosse Konzerne in Zukunft verhindern.

Letzte Woche teilten UBS und Universität mit, dass die Grossbank für 100 Millionen Franken wirtschaftswissenschaftliche Lehrstühle und ein eigenes Institut an der Uni finanziert. Damit erhalte die UBS «enormen Einfluss auf Wissenschaft und Forschung», teilte die Jungpartei mit.

Nach Ansicht der JUSO Kanton Zürich hat die Wirtschaftswissenschaft gerade inmitten einer der grössten Finanzkrisen jedoch die Aufgabe, das Geschehen neutral und kritisch aufzuarbeiten.

Es brauche eine gehörige Portion Naivität anzunehmen, dass dies mit einer Finanzspritze einer der massgeblich an der Krise beteiligten Grossbank wirklich geschehen wird. Den UBS-Managern werde die Logik von Return of Investment durchaus bekannt sein, heisst es weiter.

UBS zahlt keine Steuern

Für die JUSO steht fest, dass die Universität Zürich mehr finanzielle Mittel benötigt, um unabhängige und fundierte Forschung und Lehre in allen Wissenschaftsbereichen zu ermöglichen. Dabei komme den Unternehmen als Steuerzahler eine wichtige Rolle zu.

Aufgabe der Politik sei es, diese Steuern einzufordern und demokratisch über deren Verwendung zu entscheiden. Es sei sehr störend, dass die UBS seit Ausbruch der Finanzkrise auf der einen Seite seit Jahren keine Steuern bezahle und andererseits 150 Millionen für tendenziöses Bildungssponsoring auf der hohen Kante habe, heisst es weiter.

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