Die Juso sei enttäuscht, dass die Jugend in der Stadt Zürich noch immer nicht unter freiem Himmel feiern könne, sondern dafür an den Stadtrand geschickt werde, heisst es im Communiqué.

Anfang Monat hatte Polizeivorstand Daniel Leupi eine neue Party- Strategie präsentiert und angekündigt, die Stadt wolle in einer Pilotphase mit sogenannten «Jugendbewilligungen» jungen Leuten ermöglichen, ohne grossen Aufwand legale Partys im öffentlichen Raum durchzuführen.

Leupis neues Party-Konzept scheine sich als Etikettenschwindel herauszustellen, schreibt die Juso. Die Partei habe von Anfang an Vorbehalte gegenüber den Jugendbewilligungen gehabt, trotz einigen Mängeln und Unklarheiten habe sie aber das Konzept begrüsst.

Am 10. April habe man ein Gesuch für eine Party am 20. April eingereicht, das dann mit dem Argument abgelehnt worden sei, der gewünschte Partyort sei zu zentral und zu anfällig für Lärmklagen, schreibt die Juso.

Die zuständige Arbeitsgruppe der Stadt Zürich habe andere Plätze als Alternative vorgeschlagen, sagte deren Sprecher Patrick Pons auf Anfrage. Die Juso wollte nicht darauf eintreten und sagte den Anlass ab.

Laut Pons gab es bisher fünf konkrete Gesuche für Jugendbewilligungen. Eines sei bewilligt und eines abgelehnt worden. Zu drei weiteren stehe der Entscheid noch aus.