In Leichensäcke gehüllt legten sich die Die Juso-Mitglieder vor den Eingang des Mehrfamilienhauses im Quartier Zürich-Enge und wollten dem SVP-Nationalrat gemäss Medienmitteilung näherbringen, was es heisst, aus einem Kriegsgebiet fliehen zu müssen. 

Die Aktion steht im Zusammenhang mit der am 14. Juni zur Abstimmung kommenden Volksinitiative "Keine Härtefallkommission", für welche sich die SVP des Kantons Zürich stark macht. Die Härtefallkommission entscheidet darüber, ob ein Asylbewerber als Härtefall eingestuft werden soll, was sich positiv über sein Verbleiben in der Schweiz auswirken kann. Die SVP vertritt die Meinung, dass dies eine Ausweisung abgelehnter Asylsuchenden verzögern würde.

Die Juso Kanton Zürich sieht fremdenfeindliches Verhalten hinter der Abstimmungskampagne und wirft Alfred Heer als Vertreter der Zürcher SVP asylfeindliche Parolen und Hetzkampagne vor. Laut Oliver Heimgartner, Co-Präsident der Juso Kanton Zürich, ist es "empörend, wie ignorant die SVP mit ihren Hetzkampagnen gegen schutzbedürftige Menschen schiesst". "Mit unserer Aktion zeigten wir, dass Krieg und Tod sehr nah sind und wir als fortschrittliches Land die Verantwortung tragen müssen, um Flüchtigen eine neue Heimat zu bieten", kommentiert Anna Serra, Co-Präsidentin der Juso Kanton Zürich.