Unlauter Sie kämpfen vehement gegen die Bonzeninitiative: die Zürcher Jungfreisinnigen, der juvenile Arm der FDP. In der Umverteilung, dem Gedanken hinter der Vorlage, die am 9. Juni zur Abstimmung gelangt, sieht die Jungpartei ein kolossales übel. Immer wieder führen die Gegner der Initiative die in der Verfassung festgeschriebenen Eigentumsgarantie ins Feld.

Ausgerechnet die Kämpfer für den Respekt vor dem Eigentum haben sich nun am geistigen Eigentum des deutschen Cartoonisten Uli Stein vergriffen. Auf Facebook verbreitet die Partei eine Zeichnung Steins, die sie zum Inserat abgeändert hat. Gekillt haben sie dabei unter anderem den Witz in der Zeichnung, in Steins Version steht auf dem Schild des Mannes, «Will zurück nach Rumänien», vor ihm liegt ein Haufen Geld..

Die Catprint Media GmbH im Deutschen Langenhagen, die Steins Rechte vertritt, findet die Vorgehen der Jungfreisinnigen jedenfalls mässig lustig. Geschäftsführerin Katja Seifert bestätigt, dass keine Genehmigung für die Nutzung des Cartoons erteilt worden sei. «Daher haben wir die Sache unserem Anwalt zur Abmahnung übergeben», so Seifert auf Anfrage.