Im Anschluss an den Umzug fanden in und um Zürich rund 100 Partys statt. Von drei Bühnen am Seebecken wurde zudem eine Laser-Show geboten.

Viele Schnittverletzungen

Im Dauereinsatz standen die Sanitäter von Schutz & Rettung. Sie behandelten an den sieben Posten 670 Personen, dies sind 226 mehr als im Vorjahr. 37 Prozent der Patienten hatten Schnittverletzungen - Gründe waren mangelndes Schuhwerk, Scherben sowie Dosen und andere scharfe Gegenstände.

Schwere Verletzungen seien grösstenteils ausgeblieben. Dennoch mussten 49 Personen ins Spital. 106 Besucherinnen und Besucher durften ihren Rausch auf einem Feldbett in der Patientensammelstelle ausschlafen.

Gemäss Stadtpolizei feierten die Raver und Raverinnen grösstenteils friedlich. Die Polizei wurde zu einzelnen Schlägereien und Streitereien gerufen. Insgesamt verhafteten die Stadt- und Kantonspolizeien Zürich 73 Personen. Der Alkohol- und Drogenkonsum sei wieder eines der grössten Probleme gewesen, teilte die Kantonspolizei Zürich am Sonntag mit.

Gefälschte Eintrittskarten

In einem Extrazug von Chiasso nach Zürich hatten Vandalen zudem einen Sachschaden von mehreren tausend Franken angerichtet. Weiter verhaftete die Kantonspolizei zwei in Frankreich wohnhafte Touristen. Diese trugen gefälschte Eintrittskarten im Wert von mehreren tausend Franken auf sich.

Ein schwerer Unfall ereignete sich kurz nach 19 Uhr beim Parkhaus Hohe Promenade. Nach einem Streit stürzte ein 22-jähriger Deutscher von einer Mauer mehrere Meter in die Tiefe und erlitt schwere Verletzungen. Ein 18-jähriger Schweizer wurde im Zusammenhang mit dem Unfall festgenommen.

Kurz nach Mitternacht kam es beim Bellevue zu einem Streit zwischen mindestens zwei Personen. Dabei wurde ein 21-jähriger Schweizer mit einer unbekannten Stichwaffe verletzt und musste ins Spital. Der mutmassliche Täter, ein 20-jähriger Bolivianer, wurde festgenommen.

Zufriedene Veranstalter

Die Veranstalter zeigten sich zufrieden. Die Stimmung sei sehr gut gewesen, sagte Epli. Er schätzte die Zahl der Besucherinnen und Besucher auf 900'000, dies sind 250'000 Personen mehr als vor einem Jahr.