Die mit je 10'000 Franken dotierten Preise wurden am Dienstag in Zürich vergeben. Die Jury zeichnete Beiträge aus, die "gesellschafts- und wirtschaftspolitische Fragen aufgreifen und umfassend beleuchten", wie die Stiftung Zürcher Journalistenpreis mitteilte.

Simone Rau wurde für ihre Reportage "Der Mann, der sich zu Tode hungerte" geehrt. Die Geschichte über einen Häftling, der nach seinem Hungerstreik starb, erschien im vergangenen August im "Tages-Anzeiger".

"Die verpasste Chance" war der Titel des Beitrags im "Magazin" von Anfang November 2013, für den Mark Dittli ausgezeichnet wurde. In seiner Bankenanalyse geht er auf die globale Bankenkrise von 2008, die UBS-Rettungsaktion des Bundes und die Unbelehrbarkeit der Banker ein.

Alex Baur erhielt den Preis für sein Interview mit dem jungen Straftäter "Carlos". In der "Weltwoche" von Ende November erhielt der junge Mann Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzulegen.

Der Zürcher Journalistenpreis wurde am Dienstag zum 34. Mal verliehen. Bei diesem Anlass übernahm Hannes Britschgi, Leiter der Ringier Journalistenschule, das Jurypräsidium. Er folgte auf Fredy Gsteiger, stellvertretender Chefredaktor Radio bei SRF, der nach neun Jahren sein Amt abgab.