Der Zürcher Strafprofessor Daniel Jositsch ist für die Sozialdemokraten in den Ständerat gewählt worden - und das bereits im ersten Wahlgang. Jositsch ist der erste Sozialdemokrat, der es ins «Stöckli» schafft seit Emilie Lieberherr 1983 nicht mehr zur Wahl antrat.

Welcher Kandidat den zweiten Zürcher Ständeratssitz erobert, ist noch nicht entschieden. Hinter Jositsch liegen Ruedi Noser (FDP) und Hans-Ueli Vogt (SVP) sowie Bastien Girod (GP). Der zweite Wahlgang findet am 22. November statt.

Der Moment des Triumphs

Der Moment des Triumphs

Um eine rot-grüne Ständevertretung mit Jositsch und Girod zu verhinden, müssen entweder Vogt oder Noser auf einen zweiten Wahlgang verzichten. Die GLP konnte mit Martin Bäumle ihren Sitz nicht verteidigen.

Jositschs Erfolgsrezept

Jositschs Erfolgsrezept

Für den Zürcher SP-Kantonalpräsidenten Daniel Frei zeigt das gute Abschneiden, dass Jositsch sehr breit abgestützt sei und auch in bürgerlichen Kreisen eine hohe Akzeptanz geniesse. «Er kann nun die Früchte ernten, die er mit seinem Politstil und seiner politischen Arbeit der vergangenen Jahre verdient hat.»

SVP-Kantonalparteipräsident Alfred Heer lässt sich noch nicht in die Karten blicken zur Frage, ob SVP-Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt im zweiten Wahlgang nochmals antritt – oder ob er einen Rückzieher macht, um eine rot-grüne Zürcher Doppelvertretung im Ständerat zu verhindern. Die Parteileitung werde sich dazu morgen besprechen.

Die bisherigen Ständeräte Felix Gutzwiller (FDP) und Verena Diener (GLP) traten nach acht Jahren im Ständerat nicht mehr zur Wiederwahl an.

So reagieren die heutigen Ständerats-Verlierer

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