Die Hitzewelle von Zürich machte dem Londoner besonders zu schaffen. So musste er mit einem Wasserspray abgeduscht werden. Er hat im Rahmen einer Lesetour beim Open Air Literatur Festival Zürich halt gemacht. Sein Buch "So, anyway" handelt von seiner Zeit, bevor mit Monty Python der grosse Ruhm kam. Er philosophiert darin etwa über Fragen wie, ob er je dem Trauma entkommen könne, als Kind von einem Kaninchen gebissen worden zu sein oder weshalb er seinen ersten wichtigen Bühnenauftritt in Strumpfhosen absolvieren musste.

Am Montag sprach Cleese freilich über viel mehr als den Inhalt seines Buches. "Ich war für 30 Jahre verheiratet - dies allerdings nur, wenn man alle Ehen zusammenzählt", gab er unter schallendem Gelächter bekannt und "der vergangene Montag war ein grosser Tag für mich: ich habe nämlich meiner letzten Ex-Frau die allerletzte Alimentenzahlung überwiesen."

Aber auch tiefgründig kann Cleeses Humor gehen: "Wenn ihr wissen wollt, was Gott über Geld denkt, müsst ihr nur die Leute anschauen, denen er es gibt." Am Ende bewies er, dass er um der Schweizer Ruf als zurückhaltendes Volk Bescheid wusste: "Ich habe Schweizer zum Lachen gebracht".