Zürcher Gammelhäuser
Jetzt wird geräumt: Hinter den Türen warten Berge von Abfall und Spritzen

Mit ein paar Tagen Verspätung beginnt die endgültige Räumung der «Problemliegenschaften» an der Neufrankengasse. Den Mietern wurde bereits Ende Jahr gekündigt, doch viele harrten über Neujahr noch in ihren Wohnungen im Zürcher Kreis 4 aus.

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Nun greift der Verwalter Sherry Weidmann durch: Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte er am Dienstag, alle illegalen Bewohner hätten «Reissaus genommen», die Wohnungen des Hauses Nummer 6 würden nun geräumt. Vier Mieter seien noch darin, zwei würden die nächsten Tage ins städtische «Begleitete Wohnen» ziehen, zwei weitere weigerten sich, dorthin zu ziehen.

Gemäss dem Videobeitrag von TeleZüri sind rund 10 Arbeiter mit Atemschutzmasken und Händschen damit beschäftigt, Abfall und hinterlassene Möbel aus den Wohnungen zu räumen. Das Haus an der Neufrankengasse weist katastrophale Hygienemängel auf, überall liegen Spritzen und Müllberge herum. Hans Seiler von der Stiftung Chance sagt gegenüber TeleZüri: «die Wohnungen sind in einem hundslausigen Zustand!» Sobald die Zimmer leer sind, werden sie mit Brettern verriegelt, damit sich niemand mehr darin einquartiert. Haus Nummer 14 folgt in den nächsten Tagen. Was mit den Liegenschaften weiter passiert, ist noch unklar.