Öffentlicher Verkehr
Jetzt will auch «Stadtbus Winterthur» die Abfallkübel verbannen

Nach den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) will auch Stadtbus Winterthur auf Abfallkübel verzichten. In einem Trolleybus wird in der kommenden Woche der Kübel abmontiert. Der Test dauert voraussichtlich drei Monate.

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Auch Stadtbus Winterthur will die Abfallkübel aus den Fahrzeugen verbannen.

Auch Stadtbus Winterthur will die Abfallkübel aus den Fahrzeugen verbannen.

Keystone

Ein Sprecher von Stadtbus bestätigte eine entsprechende Meldung im "Landboten" vom Mittwoch. Ziel des Versuches ist es, bei der Reinigung während der Betriebszeiten zu sparen. Wenn die Putzequipen keine Kübel mehr leeren sondern nur noch einzelne Papierchen auflesen müssten, könnte das Putzen schneller vonstatten gehen.

Gegenwärtig gibt Stadtbus pro Jahr rund 45'000 Franken für die Reinigung während des Tages aus. Man werde den kübelfreien Bus während drei Monaten auf den Linien 1, 2 und 3 verkehren lassen, sagte der Sprecher weiter.

Ist der Versuch erfolgreich, kommen auf die Stadt Kosten zu: Damit die Passagiere ihren Abfall dennoch loswerden können, müssten an zahlreichen Stationen Eimer installiert werden. Dafür wäre das Baudepartement zuständig.

Die Zahl der Abfallbehälter in den Bussen wurde in den letzten Jahren bereits reduziert: In älteren Modellen hängt heute nur noch ein Kübel. Der zweite wurde jeweils bei Revisionen abmontiert.

Trams ohne Kübel sind sauberer

Anfang August teilten die VBZ mit, dass Mitte Monat alle Trams und Busse in der Stadt Zürich kübelfrei sein werden. Dass die VBZ bereits im September 2012 diskret viele Abfalleimer abmontierten, wurde von den Passagieren kaum bemerkt. Zum Abfallchaos kam es nicht: Die Trams und Busse ohne Kübel sind sauberer als die anderen.

Damit die Passagiere den Abfall beim Aussteigen wegwerfen können, wurden viele Haltestellen mit neuen Eimern ausgerüstet. Von den 1500 VBZ-Stationen sind nur noch wenige ohne Kübel. Bis Ende Jahr soll an jeder Haltestelle mindestens ein Abfalleimer stehen.