Zürich
Jetzt kostet der Uetliberg-Aussichtsturm einen Zweifränkler

Wer vom Uetliberg-Aussichtsturm die Weitsicht geniessen will, muss ab Mittwoch zwei Franken abliefern. Die Öffentlichkeit muss dafür zahlen, dass Uetliberg-Hotelier Giusep Fry von Behörden und Gerichten wiederholt in die Schranken gewiesen wurde.

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Die Aussicht vom Uetliberg-Turm ist nicht mehr gratis.

Die Aussicht vom Uetliberg-Turm ist nicht mehr gratis.

Keystone

Der Unterhalt des Turms koste Jahr für Jahr 30'000 bis 40'000 Franken, hat Fry ausgerechnet, wie er am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Da komme mit einem Zweifränkler pro Besucher nur ein kleiner Beitrag zusammen.

Zahlen müssen allerdings nur Ausflügler, die nicht bei Fry einkehren: Hotel- und Restaurantgäste, Seminar- und Banketteilnehmer erhalten "selbstverständlich" Gratiszugang, wie Fry betont.

Schuld daran, dass der Turm nicht mehr gratis ist, sind laut dem Hotelier die "ewigen Rückwärtsgewandten und Dauernörgler". Diese hätten sein Angebot - hochwertiger gastronomischer Service, 4-Sterne-Hotellerie und innovative Events - "nicht geschätzt, ja aktiv bekämpft".

Fry ist Besitzer des Uto Kulm, Gipfel des Zürcher Hausbergs. Der Kulm liegt auf Gemeindegebiet Stallikon ZH. Der streitbare Hotelier ist seit Jahren im Clinch mit Behörden, Umweltorganisationen und Gerichten bis hin zum Bundesgericht. Meistens blitzte er ab.

Einerseits geht es um den Ausbau der Anlagen auf dem Kulm, die ohne die nötigen Bewilligungen gebaut worden sind, etwa eine verglaste Terrasse. Anderseits um einen umstrittenen Gestaltungsplan für die Uetliberg-Spitze sowie um die ebenso umstrittene Umzonung von der Landwirtschafts- in die Erholungszone.