Kanton Zürich
Jeder zweite Bauer hat in letzten 30 Jahren seinen Betrieb aufgegeben

Innerhalb von dreissig Jahren hat fast jeder zweite Bauer im Kanton Zürich seinen Betrieb aufgegeben. Mittlerweile gibt es noch 3700 Betriebe, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Agrarbericht hervorgeht.

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Innerhalb von dreissig Jahren hat fast jeder zweite Bauer im Kanton Zürich seinen Betrieb aufgegeben. (Archivbild)

Innerhalb von dreissig Jahren hat fast jeder zweite Bauer im Kanton Zürich seinen Betrieb aufgegeben. (Archivbild)

Rahel Meier

Diese 3700 Betriebe bewirtschaften zusammen 74'000 Hektaren Land, was 43 Prozent der ganzen Fläche des Kantons entspricht. Trotz der städtischen Ausprägung ist Zürich somit immer noch ein Agrarkanton, momentan der fünftgrösste der Schweiz, gemessen an der Nutzfläche und der Anzahl Betriebe.

Während die Zahl der Betriebe in den vergangenen dreissig Jahren deutlich zurückging, legte die Fläche pro Betrieb entsprechend zu. Für Laien ist diese Veränderung am besten an den immer grösseren Ökonomiegebäuden für Maschinen und Geräte zu erkennen.

Milchwirtschaft geht zurück

Auch die Art der Betriebe veränderte sich: Besonders häufig gaben Milchbauern auf. Der Anteil der pflanzlichen Produktion legte entsprechend zu. 57 Prozent des Produktionswertes der Zürcher Landwirtschaft entfällt heute auf Gemüse, Früchte und Getreide.

Nur noch 33 Prozent stammen aus der Milch- und Fleischwirtschaft. Die restlichen zehn Prozent sind Waldarbeiten für Dritte und Agrotourismus, also etwa Schlafen im Stroh. Der gesamte Produktionswert beträgt knapp 800 Millionen Franken pro Jahr.

Neben den 1,4 Millionen Menschen leben 94'000 Rindviecher und fast 40'000 Schweine im Kanton Zürich. Wie die Baudirektion in einer Mitteilung schreibt, wird aus den Zahlen sichtbar, welchem enormen Veränderungsdruck die Zürcher Landwirtschaft ausgesetzt ist.