Jetzt äussert sich SP-Politikerin Jacqueline Fehr zum Streit zwischen der SP und ihrem Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr: "Beide Seiten haben ein Stück weit den Draht zueinander verloren", sagt die Zürcher Justizdirektorin im Interview mit der «Sonntagszeitung».

Auf die Frage, ob es für Mario Fehr Platz noch in der SP gebe, meint sie: "Auf jeden Fall!" Man könne aber "nicht wegdiskutieren", dass Mario Fehrs Sistierung der Parteimitgliedschaft vor zwei Jahren "den Konflikt verschäft" habe. Viele Beobachter haben laut Jacqueline Fehr unterschätzt, "wie verletzend ein Angriff aus den eigenen Reihen ist und wie schockierend deshalb die Strafanzeige der Juso für Mario Fehr war. Deswegen verstanden viele seine Reaktion nicht."

Sie ist zuversichtlich, dass ihre Partei und der Sicherheitsdirektor wieder zueinander finden: "Es ist für alle sichtbar, dass beide Seiten aufeinander zugehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Annäherung gelingt."

Gleichzeitig kündigt sie an, dass sie 2019 gerne für eine zweite Legislatur als Regierungsrätin antreten will: "Das Amt ist für mich ein riesen Geschenk. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance erhalten habe. Wenn die Partei mich noch mal will, dann werde ich mit Leidenschaft und Freude kandidieren."