Wie bisher sind 50'000 Franken zweckgebunden für die Organisation des Internationalen Musikfilmwettbewerbs. Sollte er nicht durchgeführt werden, wird die Subvention um den Betrag von 50'000 Franken gekürzt.

Der Betrag von 350'000 Franken kann für das Folgejahr um bis zu 10 Prozent verkleinert werden, sofern die städtische Jahresrechnung des letzten Jahres ein Defizit aufweist. Sind die städtischen Jahresrechnungen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren im Minus, können bis zu 20 Prozent gestrichen werden.

Ausser der AL stimmten sämtliche Parteien dem Antrag des Stadtrates zu. Kein Gehör fand ein Vorstoss der FDP, die den Gesamtbetrag von 350'000 Franken um 100'000 Franken erhöhen wollte. Denn das ZFF sei ein Leuchtturm-Projekt und bringe dem Gewerbe und Zürich viel.

Dies bestätigte zwar auch Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). Dennoch sei es der falsche Zeitpunkt für eine Erhöhung. Man werde in vier Jahren wieder über die Bücher gehen.

Denn mit der Änderung in der Organisation und der Trägerschaft (NZZ AG als Mehrheitsaktionärin) des Festivals ab 2016 ergaben sich verschiedene politische und finanzrechtliche Fragen. Diese sind nun geklärt. Und durch eine Anpassung der Leistungsvereinbarung hat die Stadt sichergestellt, dass das Festival programminhaltlich und redaktionell unabhängig sowie nicht gewinnorientiert bleibt.

Vor einer allfälligen Subventionserhöhung wolle man aber nun schauen, wie sich das ganze System entwickle. Hinzu kommt laut Stadtrat, dass die Unterstützung der Stadt im Verhältnis zum Gesamtaufwand des Festivals "subsidiären Charakter" hat, aber doch sehr wichtig sei sowohl für die öffentliche Anerkennung als auch als Signal gegenüber Sponsorinnen und Sponsoren.

Für 2019 beträgt das ZFF-Budget rund 9 Millionen Franken. Gegründet wurde das Festival 2005. Das Festivalzentrum befindet sich seit 2011 auf dem Sechseläutenplatz. Es wird von rund 100'000 Filmfans besucht.