Frau Fehr, Ihre Wahl in den Regierungsrat ist geglückt. Fällt Ihnen ein Stein vom Herzen?

Jacqueline Fehr: Ja, natürlich. Ich freue mich sehr, dass diese Wahl gelungen ist. Viele Leute weit über die Partei hinaus konnten von der Idee begeistert werden, dass man vorwärtsschaut.

Sivlia Steiner, Carmen Walker Späh und Jacquelin Fehr – die Frauen sind die Siegerinnen der Zürcher Wahlen.

Sivlia Steiner, Carmen Walker Späh und Jacquelin Fehr – die Frauen sind die Siegerinnen der Zürcher Wahlen.

Martin Graf (Grüne) ist abgewählt worden. Werden Sie nun vermehrt grüne Anliegen in die Regierung tragen?

Natürlich, die SP ist eine starke ökologische Kraft. Wir werden versuchen, Martin Grafs Erbe so gut wie möglich umzusetzen. Schliesslich geht es um die Energiewende, um neue Arbeitsplätze mit neuer Technologie und um den ökologischen Umbau der Wirtschaft.

Sie haben gesagt, Sie seien ein Mensch mit Ecken und Kanten. Werden Sie diese Seiten in der Regierung wieder mehr zeigen?

In der Auseinandersetzung bin ich jemand mit Ecken und Kanten, weil ich Positionen vertrete und diese gerne an guten Argumenten messen will. Für die einen ist das vielleicht schon zu viel. Für mich gehört das zur Politik. Aber ich hätte nicht 25 Jahre erfolgreich Politik machen können, wenn ich nicht auch in der Lage gewesen wäre, über Parteigrenzen hinaus Mehrheiten zu schaffen.

Sie haben ein sehr linkes Profil und wurden dennoch gewählt.

Es war eben kein Politcasting, sondern es ging um die Sache. Mich interessieren die Lösungen.