Einerseits kostet das Justizsystem "RIS 2" mit 24 Millionen Franken das Dreifache des ursprünglich budgetierten Betrags.

Andererseits beklagen sich die Staatsanwaltschaften, die als erste damit arbeiten, es sei fehleranfällig und funktioniere nicht richtig. "Es gibt täglich neue Probleme", sagt ein Staatsanwalt, und ein anderer ergänzt: "Die Software ist viel zu kompliziert. Sie eignet sich einfach nicht für die Strafverfolgung."

Demnächst werden sich gerade vier kantonsrätliche Kommissionen mit dem IT-System beschäftigen. Graf hingegen tut die Kritik ab. Er spricht von frustrierten Mitarbeitern, die nicht gelernt hätten, mit IT umzugehen.