Zürich
Ist «Euses Taxi» die neue Zürcher Alternative zu Uber?

Ein neues Taxiunternehmen in Zürich versucht Uber herauszufordern. «Euses Taxi» wirbt mit guten Konditionen für die Fahrer. Ob sie funktioniert, ist noch offen, denn noch fehlen die Chauffeure.

Larissa Cathomen
Merken
Drucken
Teilen
In Zukunft wird sich zeigen, ob die Chauffeure für «Euses Taxi» fahren werden und ob das Angebot mit dem Marktführer mithalten kann.

In Zukunft wird sich zeigen, ob die Chauffeure für «Euses Taxi» fahren werden und ob das Angebot mit dem Marktführer mithalten kann.

Urs Bucher

«Euses Taxi» soll die neue Zürcher Alternative zu Uber sein. Die Jungfirma sucht engagierte Leute, die gerne etwas Gutes tun und dazu auch noch etwas verdienen, wie es auf ihrer Website heisst. Die Jungfirma nimmt für sich in Anspruch, eine gute Alternative zu Uber zu sein. Wie bei Uber könnte man auch bei «Euses Taxi» Fahrten per Knopfdruck buchen. Doch bisher fehlen die Chauffeure, die für die Firma fahren würden. Wie gut die App tatsächlich funktioniert, lässt sich derzeit deshalb noch nicht testen.

Ismail von Gunten ist der Initiant von «Euses Taxi». Er habe als Servicefachmann für Spielsalon-Maschinen gearbeitet, wie die «NZZ» berichtet. Er sei einst ebenfalls für Uber gefahren, das habe sich aber nicht gelohnt. Mache man eine Vollkostenrechnung, bleibe einem am Ende nichts, sagt der 60-Jährige gegenüber der Zeitung. Anders soll es bei «Euses Taxi» aussehen. Die Servicegebühren, die man verlange, seien nur rund halb so hoch wie bei Uber. Zudem werde man die Sozialabgaben ordnungsgemäss abziehen.

Der Initiant ist der Meinung, dass die Chauffeure zu «Euses Taxi» kommen werden, sobald sie realisieren würden, dass sie besser verdienen als bei der Konkurrenz. Für den Kunden sei «Euses Taxi» etwas teurer, aber nur um etwa zehn Prozent. Das Geschäft betreibt Ismail von Gunten gemeinsam mit einem Partner. Dieser besitze eine auf Taxidienste spezialisierte IT-Firma. Die Programmierung der App sei Dank dieser Zusammenarbeit kein Kostenfaktor gewesen.

Dass bisher noch keine Fahrzeuge für «Euses Taxi» unterwegs sind, sei logisch, denn er habe das Angebot bisher kaum beworben. In Zukunft wird sich zeigen, ob die Chauffeure für «Euses Taxi» fahren werden und ob das Angebot mit dem Marktführer mithalten kann.