Dokumentarfilm
Islamischer Zentralrat provoziert mit Syrien-Film in Winterthur

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hat ausgerechnet Winterthur als Premierenort für einen umstrittenen Dokumentarfilm gewählt.

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Abdel Azziz Qaasim Illi, Sprecher des IZRS.

Abdel Azziz Qaasim Illi, Sprecher des IZRS.

Keystone

Auf Samstag lud der IZRS ins Hotel Römertor zu einer Vorführung des Streifens, den ein Vorstandsmitglied in Syrien gedreht hatte.

Bereits im Vorfeld zu reden gegeben hatte ein vorab veröffentlichtes Interview aus dem Film mit einem Jihadisten, der Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida haben soll.

Nach den Schlagzeilen um Jihad-Reisende aus Winterthur und die örtliche An'Nur-Moschee wirkt die IZRS-Filmpremiere wie eine Provokation. Zentralrats-Sprecher Qaasim Illi sagt in der "NZZ am Sonntag", dem IZRS liege es fern, bei diesem Thema mit dem Feuer zu spielen. Für Winterthur habe man sich entschieden, "weil dort der Kampf gegen die IS-Ideologie mit besonderem Nachdruck geführt werden muss".

Im Hotel Römertor war der Saal für das Vorführen einer Reisedokumentation gebucht worden, wie die Betreiber sagen. Das sei bereits vor den Anschlägen von Paris geschehen.