Man habe sich nach eingehender Beratung entschieden, den Entscheid des Regierungsrates beim Verwaltungsgericht anzufechten, schreibt der Verein "al Huda" auf seiner Website. Die "NZZ am Sonntag" berichtete am Sonntag über den Weiterzug vor Gericht.

Der Zürcher Regierungsrat erteilte den Plänen für einen islamischen Kindergarten Ende 2014 eine Absage, weil die religiösen Schwerpunkte seiner Meinung nach übermässig viel Raum einnehmen. Gemäss Konzept bildet das religiöses Wissen die Basis für alles, was die Kinder später lernen und erleben werden.

Dies war der Regierung zu viel Religion. Insbesondere erachtete sie den Anteil von 20 Prozent Arabisch- und Koranunterricht als zu hoch. Es sei zu bezweifeln, ob angesichts dieses Konzeptes genügend Zeit für die Vorgaben des Lehrplanes bleibe.

Kindergarten im Imam-ZentrumDer Verein "al Huda" betonte Ende Mai letzten Jahres, nach der Ablehnung durch das Zürcher Volksschulamt, dass der geplante private Kindergarten die gesetzlichen Vorgaben erfülle. "Unser Verein unterhält zudem keinerlei Verbindungen zu ideellen Vereinigungen", teilte er damals mit.

Der "Chindsgi" hätte in einer Wohnung im Imam-Zentrum in der Zürcher Vorortsgemeinde Volketswil eingerichtet werden sollen und Platz für 15 bis 25 Kinder geboten.