Nach einer Auslegeordnung und einem öffentlichen Beteiligungsverfahren werden die verschiedenen Nutzungsbedürfnisse und Ideen in einer Machbarkeitsstudie überprüft.

Aufgrund seiner Lage und Grösse sei die Kaserne ein Schlüsselareal für die Entwicklung der Stadt Zürich, heisst es in einer Mitteilung der kantonalen Baudirektion und des städtischen Hochbaudepartementes vom Freitag. Um so wichtiger sei die Abklärung der weiteren Nutzung, wenn die Kantonspolizei das Areal 2018 verlassen und in das neue Polizei- und Justizzentrum (PJZ) einziehen werde.

Nach einer Auslegeordnung von Kanton und Stadt konnte die Bevölkerung im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens ab April ihre Bedürfnisse und Vorstellungen einbringen. Die Ergebnisse und das weitere Vorgehen wurden am Donnerstagabend an einer dritten Veranstaltung präsentiert.

Rund 90 Interessierte hätten die Gelegenheit genutzt, konstruktiv am Prozess teilzunehmen und die bisherigen Resultate zu kommentieren. Diskutiert worden seien dabei zahlreiche Aspekte, darunter auch Fragen zur Finanzierbarkeit oder zum weiteren Einbezug der Bevölkerung.

Ideen in Machbarkeitsstudie konkretisieren

In einer dritten Phase wird nun eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Darin sollen die von Stadt, Kanton und Bevölkerung eingebrachten Nutzungsbedürfnisse und -ideen überprüft werden. Die Ergebnisse sollen bis im nächsten Frühjahr im Entwurf vorliegen.

Laut Kanton und Stadt geht es darum eine übergeordnete, gemeinsame Vorstellung für die zukünftige Nutzung des Areals zu schaffen und deren Umsetzung vorzubereiten. In einem Masterplan soll dann formuliert werden, welche Funktionen das Kasernenareal übernehmen kann, welche Nutzungen dort Raum finden sollen und welche Schritte in den nächsten Jahren nötig sind, um das Areal sukzessive weiter zu entwickeln.

BDP will keine «teuren Experimente»

In einer am Freitag lancierten Petition fordert die BDP Stadt Zürich den Verzicht auf ein «teures, unnötiges und subventioniertes Kreativprojekt». Stattdessen soll die Kaserne durch die Verwaltung oder Institutionen mit Raumnot genutzt werden. Zudem soll die ganze Kasernenwiese als öffentliche Grünanlage erhalten bleiben.

Seit 30 Jahren würden ausgefallene Ideen für die Zukunft des Kasernenareal gesammelt, schreibt die BDP in einer Mitteilung. Eines hätten alle Vorschläge gemeinsam - sie seien teuer, subventioniert und überzeugten die Menschen nicht. Gleichzeitig litten die ETH und die Universität seit Jahren an erheblicher Raumnot. Allein die Uni suche Tausende von Quadratmetern neue Nutzfläche.