Zürich
Instabile Tamboureneiche im Albisgüetli wurde gefällt

Die 20 Meter hohe Stieleiche über der Allmend Brunau ist am Montag auseinandergebrochen. Eine Expertise hat ergeben, dass die sogenannte «Tamboureneiche» so instabil ist, dass sie umzustürzen droht. Zur Sicherheit von Passantinnen und Passanten wurde der Baum heute gefällt.

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Die Tamboureneiche ist auseinandergebrochen.

Die Tamboureneiche ist auseinandergebrochen.

Zur Verfügung gestellt

Als ein Teil der Eiche zu Boden ging, wurde niemand verletzt. Wie sich aber herausstellte, waren die Stammansätze durch Ermüdungsrisse schon so stark beeinträchtigt, dass die Eiche nicht mehr stabil stand. Auch ein starker Rückschnitt hätte die Eiche laut Mitteilung der Stadt Zürich nicht ausreichend stabilisieren können, was ein zu grosses Restrisiko bedeutet hätte. Darum wurde sie heute um 13 Uhr gefällt.

An der gleichen Stelle wird im kommenden Jahr eine neue Eiche gepflanzt.

Zwischen 200 und 400 Jahre alt

Um die «Tamboureneiche» genannte Stieleiche ranken sich verschiedene Gerüchte und Geschichten. Die eine besagt, dass unter dem Baum früher Gericht gesprochen worden sei. Einer anderen zufolge haben die Tambouren hoch über dem Exerzierplatz Allmend Brunau früher hier geübt, woher die Eiche ihren Namen haben soll.

Das Alter des Baums ist nicht genau bekannt, es liegt irgendwo zwischen zwei- und vierhundert Jahren. Fest steht aber, dass es sich mit einem Umfang von über sechs Metern und einer Höhe von etwa zwanzig Metern um die mächtigste Eiche weit und breit handelte.