Zürich
Ins Gesicht eines Polizisten gezielt: Laserattacke führt erstmals zu einer Verurteilung

Erstmals hat eine Laserattacke in der Stadt Zürich zu einer Verurteilung geführt: Ein heute 44-Jähriger ist wegen versuchter Körperverletzung sowie Kokainkonsums zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte einen Laserstrahl in die Augen eines Passanten in Zürich gerichtet.

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Starke Laserpointer können gefährliche Waffen sein

Starke Laserpointer können gefährliche Waffen sein

Keystone

Die Attacke datiert vom 17. September 2015: Der Mann hatte zuerst in seiner Wohnung neben der Limmat Kokain geraucht und sich danach im oberen Stockwerk mit einem Laserpointer auf die Lauer gelegt. Etwa um 4.50 Uhr richtete er einem Passanten auf dem Limmatquai gezielt einen Strahl ins Gesicht.

Der Geschädigte - ein ziviler Polizist - spürte Schmerzen im Auge und rief seine Kollegen vom nahen Polizeiposten Rathaus zu Hilfe. Eine Patrouille konnte den verdächtigen Mann in seiner Wohnung ausfindig machen und auf den Polizeiposten mitnehmen. Zudem stellte die Polizei sieben Laserpointer sicher. Der geständige Schweizer wurde nach einem Tag Haft wieder entlassen.

Der zuständige Staatsanwalt hat nun den Täter per Strafbefehl verurteilt, wie 20 Minuten online am Donnerstag publik machte. Gemäss dem rechtskräftigen Strafbefehl wurde der Beschuldigte wegen versuchter Körperverletzung sowie Kokainkonsums zu einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 30 Franken verurteilt.

Für das Drogendelikt gab es eine Busse von 300 Franken, zudem muss der 44-Jährige für die Verfahrenskosten von 1280 Franken aufkommen. Damit wurde in der Stadt Zürich erstmals ein Urheber einer Laser-Attacke verurteilt.

Im Kanton Waadt war 2011 ein 37-jähriger Mann zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte die Insassen zweier Militärhelikopter über Vevey mit Laserstrahlen geblendet. Wie beim Vorfall in Zürich trug auch hier niemand bleibende Schäden davon.