Mit "Zürich im Landesmuseum" soll Zürich eine dauerhafte und kostenlos zugängliche Ausstellung zu Geschichte und Kultur von Stadt und Kanton Zürich erhalten.

Die Ausstellung, in der Zürich über sich selbst erzählt, soll im Hof-Flügel des alten Teils des Landesmuseums eingerichtet werden. Dem Projekt stehen rund 330 Quadratmeter Fläche in drei Räumen zur Verfügung.

Die Stimmberechtigten entscheiden über eine Investition von 1,76 Millionen Franken und jährlich wiederkehrende Betriebsbeiträge von 300'000 Franken. Der Kanton zahlt einmalig 2,4 Millionen Franken und jährlich wiederkehrend 300'00 Franken. Das Landesmuseum (der Bund) erbringt Sachleistungen.

Die Abstimmung ist nötig, weil SVP, AL und die Grünliberalen das Behördenreferendum ergriffen haben. AL und GLP halten das Projekt "für kulturpolitisch verfehlt und finanzpolitisch falsch", wie sie am Dienstag mitteilten.

"Zürich im Landesmuseum" sei kein Museum, sondern eine inszenierte Markenwelt. Es sei unergründlich, was dies mit Kultur zu tun haben soll. Statt Kunst und Kultur zu fördern und zu erhalten, werde Kultur zum Standortmarketingfaktor degradiert. Das sei gefährlich.

Zudem setze man mit dem Projekt in einem finanzpolitisch angespannten Umfeld ein schlechtes Zeichen. Wenn die Stadt Zürich bei Betreuungsplätzen, beim Personal, bei den Schulen und der Polizei spare, müsse man auch das Kulturbudget überprüfen. Zudem komme mit der Kunsthauserweiterung noch ein grosses Projekt auf die Stadtkasse zu.