Am 1. Januar 2018 tritt das revidierte eidgenössische Bürgerrechtsgesetz in Kraft. Für eine Einbürgerung wird - neben den weiteren Erfordernissen - neu der Besitz einer Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) vorausgesetzt. Mit einer B- oder F-Bewilligung wird eine Einbürgerung nicht mehr möglich sein.

Mehrere Kantone und Städte haben inzwischen Personen, welche heute die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen, aktiv über die Möglichkeit des Bürgerrechtserwerbs und über das dazu nötige Verfahren informiert.

So schrieb beispielsweise die Stadt Zürich Anfang Mai rund 40'000 ausländische Bewohner an: "Gern laden wir Sie ein, sich genauer über die Möglichkeiten einer Einbürgerung zu informieren", heisst es darin. Und dies "insbesondere wenn Sie Inhaberin oder Inhaber einer B- oder F-Bewilligung sind".

Regierungsrat für aktive Information

Der Bundesrat begrüsse entsprechende Massnahmen, auch die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren empfehle derartige Schritte, schrieben Kantonsräte der SP und der Grüne in einer Anfrage an den Regierungsrat. Darin erkundigten sie sich, ob der Kanton ebenfalls eine aktive Information plane, damit Betroffene bis Ende 2017 ein Einbürgerungsgesuch einreichen könnten.

Der Regierungsrat unterstützt die Haltung, "wonach eine aktive Information der einbürgerungsberechtigten Personen anzustreben ist", wie er in seiner am Donnerstag publizierten Antwort festhält.

"Es besteht ein Interesse daran, dass sich die in der Schweiz lebenden Personen mit der Schweiz und ihren Institutionen verbunden fühlen", schreibt der Regierungsrat. Diese sollten sich - wenn möglich - als Mitbürger am gesellschaftlichen und politischen Leben beteiligen können.

Gemeinden entscheiden

Der Kanton Zürich wird aber dennoch nicht direkt aktiv: Den kantonalen Behörden fehle die Kenntnis darüber, welche Ausländer alle Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen würden, hält die Regierung fest. Die Gemeinden sind da näher dran: Diese "kennen ihre Einwohnerinnen und Einwohner am besten und können den Betroffenen auch Beratung im Einbürgerungsverfahren anbieten".

Das kantonale Gemeindeamt wird deshalb einen Musterbrief erarbeiten, den es allen Gemeinden im Kanton zur Verfügung stellen wird. Anschliessend sei es jeder einzelnen Gemeinde überlassen, ob sie diesen Brief oder allenfalls auch abgeänderte oder eigene Fassungen an ihre ausländischen Einwohner verschicken wolle oder nicht.

Das Amt wird zuhanden der Gemeinden, dem Migrationsamt und weiteren interessierten Organisationen auch einen Flyer entwickeln, der mit Piktogrammen auf die wichtigsten Punkte aufmerksam macht, die sich mit der Revision des eidgenössischen Bürgerrechtsgesetzes ergeben.