Was kostet es?

Der Surfpark wird privat finanziert. Der Kanton Zürich wird sich an den Investitionskosten für die reinen Sportanlagen voraussichtlich mit 15 Prozent beteiligen. Ein entsprechendes Begehren des kantonalen Sportdirektors Mario Fehr an den Regierungsrat ist vorbereitet.

Der Eintritt soll für Einwohner der Gemeinde Regensdorf gratis sein. Wer die Sportinfrastruktur nutzen möchte, muss dafür aber bezahlen. Gemeindepräsident Max Walter: «Man kann das vergleichen mit der Sportanlage Erlen in Dielsdorf oder einer Minigolfanlage. Dort bezahlen die Gäste ja auch für die Benutzung.» Alle anderen bezahlen Eintritt, können diesen aber voraussichtlich an einer Konsumation im Restaurant anrechnen lassen.

Wer soll kommen?

In der Schweiz soll es laut einer Studie bereits rund 50 000 Surfer geben. Dazu sollen Surfer aus ganz Europa angezogen werden, denn die Anlage in Regensdorf soll die erste dieser Art auf Festland in Europa werden. Rund zehn Prozent der Benutzer sollen Surfprofis sein. Der Rest sind erfahrungsgemäss Hobbysurfer, Familien und Schulklassen.

Die Profis können dank den künstlich erzeugten Wellen viel intensiver trainieren als auf dem Meer, wo alles wetterabhängig ist. Auch Wettkämpfe mit TV-Liveübertragung sind denkbar. Surfanlagen mit künstlichen Wellen bestehen bereits in Spanien und in England. Weitere Surfparks sind in Hamburg oder Berlin geplant.

Wie reisen die Besucher an?

Die Anreise der Surfer soll zur Hälfte per öffentliche Verkehrsmittel erfolgen. Seitens der Gemeinde Regensdorf orientiert man sich an einem Modalsplit von 25 zu 75 Prozent – jeder Vierte soll also per öV anreisen. Die Betreiber streben 50:50 an.

Erreicht werden soll diese Zahl mit Massnahmen wie vergünstigten Eintrittspreisen für alle, die per öV kommen, oder Belohnungen für Mitarbeitende – es sollen bis zu 80 sein –, die ebenfalls per öV anreisen. Die Surfausrüstung kann im Park gemietet werden. Für Gäste, die in der Nähe übernachten und mit eigenem Brett kommen, sind zudem Velos mit Spezialhaltevorrichtung für die Surfboards denkbar.

Wo parkieren die Besucher?

Gerechnet wird mit 600 Besuchern pro Tag. Walter vergleicht mit dem Zentrum Regensdorf, wo es 11 000 sind. Wenn der vorgesehene Modalsplit von 50 zu 50 erreicht wird, reisen 300 Besucher pro Tag per Privatauto an. Für sie ist ein Parkhaus geplant, das den Parkplatz bei der Sportanlage Wisacher ergänzen und die dortige Parkplatzsituation entschärfen soll.

Das Parkhaus soll über die Strasse gebaut werden – der geplante autonome Bus wird unter dem Parkhaus durchfahren. Parkieren ist kostenpflichtig. Das Parkhaus benötigt noch eine Konzession, bevor es betrieben werden kann.

Wie laut wird es?

Der Lärm soll bei den nächstgelegenen Wohnungen bei maximal 40 Dezibel liegen. Laut Max Walter ist das etwa so laut wie ein leiser Geschirrspüler. Die Berechnung basiert auf flachem Gelände. Wird der Surfsee ausgehoben, fällt viel Material an, das noch zur Geländemodellierung verwendet werden könnte – was zusätzlich dämpfend wirken würde. Der Lärm entsteht durch den Wellengenerator. Das Gelände soll auch bei grösseren Veranstaltungen nicht grossflächig beschallt werden.

Woher kommt das Wasser?

Die Frage nach dem Wasser ist vom Steinmaurer Robert Brunner in den Kantonsrat getragen worden. Denkbar waren eine Entnahme von einem Betrieb, der ohnehin laufend das Grundwasser abpumpen muss, aus der Limmat oder aus den bestehenden Leitungen aus Zürich. Die von Brunner kritisch hinterfragte Variante Grundwasser erwies sich als zu teuer.

Eine Entnahme aus dem Furtbach ist nicht möglich – auch Bauern dürfen dort kein Wasser mehr abzweigen. Sie erhalten Limmatwasser. Weil dieses für die Landwirte subventioniert ist, hätte sich am Ende eine komplizierte Mischrechnung ergeben. Deshalb wird Wasser aus den Leitungen aus der Stadt Zürich bezogen. Einmal jährlich wird es aus dem Surfsee abgelassen, um die Anlage zu reinigen. Denkbar sind Speichertanks. Walter: «Sie können nicht 50 Kubikmeter pro Minute in den Furtbach pumpen. Da würde es vieles wegspülen – zum Beispiel gewisse Muschelarten.»