Zürich
In Zürich haben es weniger Menschen aus der Sozialhilfe herausgeschafft

19'337 Personen haben im vergangenen Jahr in der Stadt Zürich Sozialhilfe bezogen. Das ist rund ein Prozent mehr als 2012. Dieser leichte Anstieg ergibt sich daraus, dass weniger Menschen als im Vorjahr den Ausstieg aus der Sozialhilfe schafften.

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Im letzten Jahr schafften weniger Leute den Ausstieg aus der Sozialhilfe (Symbolbild)

Im letzten Jahr schafften weniger Leute den Ausstieg aus der Sozialhilfe (Symbolbild)

Keystone

Die Zahl neuer Fälle blieb mit 4318 im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert. Gleichzeitig gelang im letzten Jahr aber nur 4117 Menschen der Ausstieg aus der Sozialhilfe - das sind rund 200 weniger als im Jahr davor, wie es in der Mitteilung der Sozialen Dienste der Stadt Zürich vom Donnerstag heisst.

Grund dafür sei die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, die sich auch in einer deutlichen Abnahme der Zahl offener Stellen und in einer Zunahme der Arbeitslosenquote zeige, schreiben die Sozialen Dienste weiter. Der Anteil Sozialhilfebezüger an der Bevölkerung - die Sozialhilfequote - betrug 2013 unverändert 5,1 Prozent.

Effiziente Missbrauchsbekämpfung

Die Sozialbehörden erteilten dem Inspektorat zur Missbrauchsbekämpfung 83 neue Aufträge, das ist ein Auftrag weniger als im Jahr davor. Am häufigsten überprüft wurden nicht deklarierte Einkommen und Nebeneinkünfte. 75 Aufträge wurden abgeschlossen, 47 waren Ende 2013 pendent.

Bei drei Vierteln der abgeschlossenen Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dieser Anteil sei seit der Einführung des Inspektorats deutlich angestiegen. Dies zeige, dass die Ermittlungsaufträge in den richtigen Fällen erteilt würden. (sda)